Deutsche Tageszeitung - Seit Kriegsbeginn in Ukraine über 967.000 Flüchtlinge in Deutschland registriert

Seit Kriegsbeginn in Ukraine über 967.000 Flüchtlinge in Deutschland registriert


Seit Kriegsbeginn in Ukraine über 967.000 Flüchtlinge in Deutschland registriert
Seit Kriegsbeginn in Ukraine über 967.000 Flüchtlinge in Deutschland registriert / Foto: © AFP/Archiv

Seit Beginn des russischen Kriegs in der Ukraine vor einem halben Jahr sind fast eine Million Flüchtlinge aus dem Land in Deutschland registriert worden. Bis 21. August seien insgesamt 967.546 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine verzeichnet worden, die "zumindest übergangsweise" nach Deutschland gekommen seien, erklärte das Bundesinnenministerium am Dienstag in Berlin.

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Bei den meisten handele es sich um Frauen und Kinder. 36 Prozent der Registrierten seien Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, erklärte das Ministerium. Von den Erwachsenen seien 74 Prozent Frauen.

Europa erlebe seit dem russischen Überfall auf die Ukraine am 24. Februar "die größte Fluchtbewegung seit dem Zweiten Weltkrieg", erklärte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). "In dieser dramatischen Situation haben wir geschafft, was in Europa nie zuvor gelungen ist: die gemeinsame, schnelle und unbürokratische Aufnahme von Geflüchteten."

Faesers Ministerium betonte, dass inzwischen von den registrierten Flüchtlingen eine "erhebliche Zahl" entweder in andere EU-Länder weitergereist oder aber in die Ukraine zurückgekehrt sei. "Bei der Zahl von 967.546 Personen handelt sich somit um die Zahl derjenigen, die sich seit Kriegsbeginn vorübergehend in Deutschland aufgehalten haben oder weiter aufhalten", erklärte es.

Die Bundespolizei gehe von etwa 700 Geflüchteten aus der Ukraine aus, die derzeit täglich nach Deutschland einreisen. Laut den Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sind insgesamt rund 3,8 Millionen Kriegsflüchtlinge zumindest zeitweise wieder aus anderen europäischen Staaten in die Ukraine zurückgekehrt.

Die Zahl der ukrainischen Schülerinnen und Schüler an deutschen Schulen stieg ein halbes Jahr nach Kriegsbeginn auf fast 155.000. Die Bundesländer meldeten für die am Sonntag zu Ende gegangene 33. Kalenderwoche 154.761 Schülerinnen und Schüler an den Schulen, wie die Kultusministerkonferenz in Berlin mitteilte. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl damit um 4690 an.

Die meisten Bundesländer veröffentlichten wegen der Sommerferien noch keine aktuellen Zahlen. Die von der KMK angegebenen Schülerzahlen beziehen sich auf allgemeinbildende Schulen und Berufsschulen.

Ministerin Faeser dankte den vielen Helferinnen und Helfern im Land. "Ich bin sehr stolz auf die Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft in unserem Land", erklärte sie. "Viele in unserer Gesellschaft sind über sich hinausgewachsen, um Geflüchteten zu helfen. Das ist ein humanitärer Kraftakt, der große Solidarität mit der Ukraine zeigt."

(M.Dylatov--DTZ)

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