Deutsche Tageszeitung - Wüst will Olympische Spiele nach Nordrhein-Westfalen holen

Wüst will Olympische Spiele nach Nordrhein-Westfalen holen


Wüst will Olympische Spiele nach Nordrhein-Westfalen holen
Wüst will Olympische Spiele nach Nordrhein-Westfalen holen / Foto: © AFP/Archiv

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) will die Olympischen Spiele in sein Bundesland holen. "Von sportlichen Großereignissen kann eine enorm verbindende und einende Kraft ausgehen, gerade in schwierigen Zeiten", sagte Wüst der "Rheinischen Post" aus Düsseldorf vom Mittwoch. Die gerade beendeten European Championships in München hätten gezeigt, dass Großereignisse in bestehenden Wettkampfstätten nachhaltig und erfolgreich sein könnten.

Textgröße ändern:

Dies weise den Weg für eine mögliche Bewerbung für Olympia. "NRW verfügt bereits über eine Vielzahl an Sportstätten, die für Olympische und Paralympische Spiele genutzt werden könnten", sagte Wüst. Ihm sei wichtig, die Menschen in der Rhein-Ruhr-Region zu beteiligen. "Es gilt der Leitsatz: keine Spiele der Gigantomanie, sondern nah bei den Menschen." Bereits Wüsts Vorgänger Armin Laschet (CDU) hatte sich für eine Bewerbung eingesetzt.

Die European Championships in der bayerischen Landeshauptstadt fanden in den vergangenen Wochen statt Ausgetragen wurden Wettkämpfe in neun Sportarten wie Leichtathletik, Radsport oder Rudern. Die CSU-Fraktion im bayerischen Landtag sprach sich bereits am Dienstag für eine neue Bewerbung um die Ausrichtung Olympischer Spiele in Bayern aus. Am Montag hatte die Bundesregierung Unterstützung für eine mögliche deutsche Bewerbung um Olympische Spiele signalisiert.

Zuletzt hatten die Olympischen Spiele 1972 in Deutschland stattgefunden. Austragungsort damals war München. In Hamburg gab es 2015 eine Bürgerbefragung über eine Kandidatur für die Olympischen Spiele 2024. Eine Mehrheit war dagegen. 2013 hatten die Menschen in München bereits eine Bewerbung für die Winterspiele 2022 abgelehnt. Für eine neue deutsche Bewerbung ist das Jahr 2036 im Gespräch.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

EU und Kanada wollen mit neuer Allianz "gemeinsam Krisen standhalten"

Vor dem Hintergrund angespannter Beziehungen zu den USA und China haben EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa in Kanada Premierminister Mark Carney getroffen, um eine neue Partnerschaft zu besiegeln. Beide Seiten wollten noch im Laufe des Freitags beim EU-Kanada-Gipfel in Montreal eine Reihe von Abkommen vorstellen, die Bereiche von strategisch wichtigen Rohstoffen bis zu Künstlicher Intelligenz abdecken.

G20-Außenministertreffen in Atlanta: Wadephul gegen Familienfoto mit Lawrow

Beim G20-Außenministertreffen in den USA sorgt die Einladung des russischen Chefdiplomaten Sergej Lawrow für Unmut. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sagte am Freitag am Rande der Gespräche in Atlanta im Bundesstaat Georgia, es werde wegen des Widerstands der Europäer voraussichtlich kein gemeinsames G20-Foto mit Lawrow geben. Er appellierte zugleich an Russland, sich mit der Ukraine an den Verhandlungstisch zu setzen.

Merz und Wadephul fordern Diplomatie statt neuer Angriffe auf Iran nach Midterms

Vor dem Hintergrund von Spekulationen über neue Angriffe auf den Iran nach den US-Kongresswahlen hat die Bundesregierung zu einer diplomatischen Lösung des Konfliktes aufgerufen. "Ich kann nur an alle Konfliktparteien appellieren: Dieser Konflikt lässt sich nicht militärisch lösen", sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Freitag im südkoreanischen Seoul. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) warnte am Rande des G20-Außenministertreffens in der US-Großstadt Atlanta ebenfalls vor der Gefahr neuer Angriffe auf den Iran nach den Midterms am kommenden Dienstag.

Feuerpause in Oleschky: Einwohner aus besetzter ukrainischer Stadt evakuiert

Inmitten einer Feuerpause haben zur Flucht bereite Einwohner von Oleschky die von Russland besetzte südukrainische Stadt verlassen können. "Die ukrainische Delegation ist zusammen mit den Einwohnern von Oleschky nach Anapa aufgebrochen. Von dort aus werden sie nach Belarus fliegen und dann mit dem Bus nach Hause fahren", erklärte der ukrainische Unterhändler David Arachamia am Freitag im Onlinedienst Telegram.

Textgröße ändern: