Deutsche Tageszeitung - Mecklenburg-Vorpommern und Bayern kooperieren bei LNG-Terminal in Lubmin

Mecklenburg-Vorpommern und Bayern kooperieren bei LNG-Terminal in Lubmin


Mecklenburg-Vorpommern und Bayern kooperieren bei LNG-Terminal in Lubmin
Mecklenburg-Vorpommern und Bayern kooperieren bei LNG-Terminal in Lubmin / Foto: © AFP

Bei den Plänen für ein schwimmendes Terminal zur Anlandung von Flüssigerdgas (LNG) in Lubmin an der Ostsee erhält Mecklenburg-Vorpommern Unterstützung aus Bayern. Bei einem gemeinsamen Besuch des Energiestandorts vereinbarten Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag eine strategische Zusammenarbeit, etwa Hilfe bei den Genehmigungsverfahren. Ziel des privatwirtschaftlichen Projekts ist es, dass bereits Anfang Dezember in Lubmin LNG angeliefert wird.

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Derzeit werde nicht mehr genügend Gas aus Russland geliefert und Deutschland habe ohnehin entschieden, "sich von russischem Gas unabhängig zu machen", sagte Schwesig. "Das geht nur, wenn man neue Energiequellen erschließt und deshalb kommt jetzt LNG ins Spiel." Deutschland habe bisher "keine LNG-Terminals und keine Erfahrungen damit" und sei daher froh über die Investoren vor Ort.

In Lubmin an der Küste im Nordosten von Mecklenburg-Vorpommern enden die Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2. Auf der Grundlage der dortigen Infrastruktur will die erst im April dieses Jahres gegründete Firma Deutsche ReGas dort das LNG-Terminal "Deutsche Ostsee" entwickeln. Darüber können nach Angaben von ReGas jährlich bis zu 4,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas eingeführt werden. Das entspricht demnach rund acht Prozent der Transportkapazität der Nord-Stream-Pipeline.

Söder betonte, angesichts der Größe und Wirtschaftskraft seines Bundeslandes habe "Deutschland insgesamt ein Problem", wenn in Bayern die Energieversorgung nicht mehr funktioniere. Daher gehe es auch um den Süden Deutschlands. Auch Schwesig betonte vor diesem Hintergrund die Bedeutung der Anlage in Lubmin für den Rest des Landes.

(V.Varonivska--DTZ)

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