Deutsche Tageszeitung - Selenskyj verspricht bei Besuch in zurückeroberter Stadt Isjum "Sieg"

Selenskyj verspricht bei Besuch in zurückeroberter Stadt Isjum "Sieg"


Selenskyj verspricht bei Besuch in zurückeroberter Stadt Isjum "Sieg"
Selenskyj verspricht bei Besuch in zurückeroberter Stadt Isjum "Sieg" / Foto: © UKRAINIAN PRESIDENTIAL PRESS SERVICE/AFP

Bei einem Besuch in der von der ukrainischen Armee zurückeroberten Stadt Isjum hat Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Landsleute auf eine siegreiche Kampagne gegen Russland eingeschworen. "Wir bewegen uns nur in eine Richtung - nach vorne und in Richtung Sieg", schrieb Selenskyj am Mittwoch während des Besuchs im Onlinedienst Telegram.

Textgröße ändern:

"Unsere blau-gelbe Flagge weht bereits im befreiten Isjum. Und genauso wird sie in jeder ukrainischen Stadt und in jedem ukrainischen Dorf wehen", erklärte der ukrainische Staatschef.

Isjum ist eine der größten Städte, die bei der aktuellen Gegenoffensive der Ukraine von den russischen Truppen zurückerobert wurde. Selenskyjs Büro veröffentlichte Bilder vom ukrainischen Präsidenten, auf denen er in olivgrüner Jacke am Rande einer Zeremonie zum Hissen der ukrainischen Flagge in Isjum für Fotos mit Soldaten posiert und Hände schüttelt.

Die Ukraine hat eigenen Angaben zufolge bei ihrer Gegenoffensive große Erfolge in der nordöstlichen Region Charkiw sowie an der südlichen Front nahe Cherson am Schwarzen Meer erzielt. Demnach sollen ukrainische Truppen seit Anfang September hunderte Dörfer und Städte zurückerobert haben.

Selenskyj nannte am Mittwoch die russische Annexion der Krim vor acht Jahren eine "Tragödie" und versprach, dass seine Truppen die Halbinsel letztendlich zurückerobern würden.

Aus Moskau hieß es, die russischen Truppen hätten mit "massiven Angriffen" auf die ukrainischen Gebietsgewinne reagiert und dem ukrainischen Militär dabei Verluste zugefügt. Der ukrainische Vertreter für die östliche Donezkregion bestätigte russische Angriffe entlang der gesamten Front.

Der Kreml gelobte eine Fortsetzung des Kampfes und erklärte erneut, Kiew stelle eine Gefahr für Russland dar. "Die Führung dieses Landes muss etwas unternehmen, um die Bedrohungen gegen die Russische Föderation zu eliminieren", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Ausschreitungen nach "GenZ"-Protest in Berlin: 27 leichtverletzte Polizisten und viele Festnahmen

Bei Ausschreitungen nach Jugendprotesten der bundesweiten Initiative "GenZ regelt" sind in Berlin nach Polizeiangaben 27 Beamte leicht verletzt worden. Ein Polizeisprecher sagte am späten Samstagabend, bei einer Versammlung mit bis zu 3500 Teilnehmern, die am Rosenthaler Platz in Berlin-Mitte begonnen hatte, sei es zu "zahlreichen Straftaten" gekommen. Darunter seien Sachbeschädigung, Körperverletzung sowie Verstöße gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz.

Demonstranten in Israel fordern Zusammenarbeit von Opposition mit arabischen Parteien

In Israel haben hunderte Menschen nach der Parlamentswahl eine Zusammenarbeit der Opposition mit arabischen Parteien gefordert, um Ministerpräsident Benjamin Netanjahu von der Macht zu verdrängen. In Tel Aviv gingen die Demonstranten am Samstagabend mit Plakaten mit Aufschriften wie "Araber und Juden werden nur zusammen gewinnen" und "Es gibt eine Mehrheit für den Wandel" auf die Straße.

Mehr als 500 Festnahmen am Rande von Protesten in Frankreich

Bei Ausschreitungen am Rande der landesweiten Proteste in Frankreich sind mehr als 500 Menschen festgenommen worden. Innenminister Laurent Nuñez sprach am Samstagabend von 520 Festnahmen. Die Zahl dürfte demnach im Verlauf des Abends noch steigen.

US-Außenminister: Trump hat noch keine Entscheidung über neue Iran-Angriffe getroffen

US-Präsident Donald Trump hat nach Worten seines Außenministers Marco Rubio noch keine Entscheidung über mögliche neue Angriffe auf den Iran getroffen. "Wir können militärische Ziele erreichen, wenn wir das wollen", sagte Rubio am Samstag bei einer Pressekonferenz beim G20-Außenministertreffen in der US-Großstadt Atlanta. "Er (Trump) hat noch keine Entscheidung getroffen." Die USA würden das Thema nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Textgröße ändern: