Deutsche Tageszeitung - Ralf Roggenbuck zu Vorsitzendem von RBB-Rundfunkrat gewählt

Ralf Roggenbuck zu Vorsitzendem von RBB-Rundfunkrat gewählt


Ralf Roggenbuck zu Vorsitzendem von RBB-Rundfunkrat gewählt
Ralf Roggenbuck zu Vorsitzendem von RBB-Rundfunkrat gewählt / Foto: © AFP/Archiv

Der Rundfunkrat des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) hat den Staatsanwalt Ralf Roggenbuck zum neuen Vorsitzenden des Gremiums gewählt. Wie der RBB am Donnerstagnachmittag mitteilte, stimmte eine Mehrheit der Gremiumsmitglieder in einer regulären Sitzung des Rundfunkrats für den 57-Jährigen. Roggenbuck trat als einziger Kandidat zur Wahl an. Einfaches Mitglied des Rundfunkrats war der Potsdamer Staatsanwalt jedoch bereits, entsandt hatte ihn der Beamtenbund.

Textgröße ändern:

Die Neuwahl war notwendig geworden, nachdem die bisherige Vorsitzende Friederike von Kirchbach im Zuge der Affäre um die ehemalige RBB-Intendantin Patricia Schlesinger Ende August zurückgetreten war. Kirchbach teilte damals mit, den Weg "für neue Strukturen und Personen" freimachen zu wollen. Sie war seit 2007 Mitglied des Rundfunkrats und stand ihm seit Januar 2013 zusätzlich vor.

Der stellvertretende Rundfunkratsvorsitzende Dieter Pienkny übernahm anschließend kommissarisch die Amtsgeschäfte. Dem Rundfunkrat mit 30 Sitzen gehören Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Verbände und Organisationen an, welche die Allgemeinheit der Länder Berlin und Brandenburg repräsentieren sollen. Das Gremium soll den Sender kontrollieren.

Schlesinger hatte nach zahlreichen gegen sie erhobenen Vorwürfen hinsichtlich ihrer Amtsführung Anfang August zuerst den ARD-Vorsitz abgegeben und war wenig später auch als RBB-Intendantin zurückgetreten. Später kündigte der Verwaltungsrat des Senders ihr zudem fristlos.

Gegen die 61-Jährige, ihren Ehemann sowie den mittlerweile zurückgetretenen RBB-Verwaltungsratschef Wolf-Dieter Wolf ermittelt zudem die Berliner Generalstaatsanwaltschaft. Dabei geht es um den Verdacht der Untreue und der Vorteilsnahme.

Berichten zufolge soll Schlesinger unter anderem Abendessen in ihrer Privatwohnung, für die der RBB aufkam, nicht richtig abgerechnet haben. Auch soll sie demnach ihren sehr hochwertigen Dienstwagen für Privatfahrten genutzt haben.

Anfang September wählte der RBB-Rundfunkrat die bisherige Verwaltungsdirektorin des Westdeutschen Rundfunks, Katrin Vernau, zur Interimsintendantin des Senders. Die 49-Jährige darf maximal ein Jahr amtieren, dann muss ein regulär gewählter Intendant oder eine Intendantin übernehmen.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Kongresswahl: Trump scheitert mit Präventiv-Klage zu Namensvettern in Alaska

US-Präsident Donald Trump ist mit einem höchst ungewöhnlichen Versuch gescheitert, den Ausgang einer Senatswahl im Bundesstaat Alaska im Fall einer Niederlage der Republikaner zu blockieren. Bundesrichterin Sharon Gleason wies am Sonntag eine Klage ab, in der das Justizministerium eine Blockade der Zertifizierung des Wahlausgangs bei einem Sieg der oppositionellen Demokraten forderte.

Russlandfreundliche Amtsinhaberin Jotowa siegt bei Präsidentenwahl in Bulgarien

Die russlandfreundliche Amtsinhaberin Ilijana Jotowa bleibt Präsidentin von Bulgarien. Die Staatschefin, die sich für einen Dialog mit Moskau und gegen Militärhilfen für die Ukraine ausspricht, setzte sich in der Stichwahl am Sonntag laut Prognosen klar gegen ihren pro-westlichen Herausforderer Andrej Gjurow durch. Jotowa kam demnach auf zwischen 52,5 und 59 Prozent, Gjurow auf zwischen 38 und 44 Prozent.

Russlandfreundliche Amtsinhaberin Jotowa gewinnt Präsidentschaftswahl in Bulgarien

Die russlandfreundliche Amtsinhaberin Ilijana Jotowa hat die Präsidentschaftswahl in Bulgarien Prognosen zufolge gewonnen. Die 62-Jährige setzte sich in der Stichwahl am Sonntag laut Nachwahlbefragungen klar gegen ihren pro-westlichen Herausforderer Andrej Gjurow durch. Jotowa kam demnach auf zwischen 50,7 und 52,5 Prozent, Gjurow auf zwischen 43,4 und 44 Prozent.

Vermögen und Onlineaktivitäten: China verstärkt Kontrolle von Partei-Funktionären

Die Kommunistische Partei Chinas will die Aufsicht über ihre Funktionäre verschärfen, indem sie deren Vermögen und Onlineaktivitäten genau untersucht. Dies geht aus einem Dokument hervor, das die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag nach Abschluss der Sitzung des Zentralkomitees der Partei in Peking veröffentlichte. In der mehrtägigen Sitzung war es vor allem um Führungsverhalten und den Kampf gegen Korruption gegangen.

Textgröße ändern: