Deutsche Tageszeitung - Frankreich reduziert 2023 Ausgaben für Umwelt- und Klimaschutz

Frankreich reduziert 2023 Ausgaben für Umwelt- und Klimaschutz


Frankreich reduziert 2023 Ausgaben für Umwelt- und Klimaschutz
Frankreich reduziert 2023 Ausgaben für Umwelt- und Klimaschutz / Foto: © AFP

Frankreich will die Ausgaben für Umwelt und Klimaschutz im kommenden Jahr reduzieren. Für das kommende Jahr sind dafür 26,5 Milliarden Euro eingeplant, im laufenden Jahr waren es 29,9 Milliarden Euro. Das geht aus dem Haushaltsentwurf vor, den die französische Regierung am Montag im Kabinett vorlegte. Frankreich geht demnach von einem Wachstum in Höhe von einem Prozent aus und will 270 Milliarden Euro Schulden aufnehmen.

Textgröße ändern:

"Es ist eine glaubhafte und entschlossene Prognose", sagte Wirtschaftsminister Bruno Le Maire. Die französische Zentralbank und die OECD hatten zuvor ein geringeres Wachstum für Frankreich angenommen.

Der Haushalt 2023 schreibt die bereits angekündigte Preisbremse für Gas und Strom fest. Die Energiepreise sollen demnach im kommenden Jahr um höchstens 15 Prozent ansteigen. Im laufenden Jahr ist der Preisanstieg auf vier Prozent begrenzt. Die Klimaschutzaktion Réseau Action Climat kritisierte, dass von der finanziellen Unterstützung alle Bevölkerungsschichten profitierten, auch die wohlhabenderen. Die Kosten für den Preisdeckel werden auf 45 Milliarden Euro geschätzt.

Der Umwelt-Haushalt umfasst unter anderem 2,5 Milliarden Euro für die Isolierung von Gebäuden und 1,3 Milliarden Euro, um die Umstellung auf Elektroautos zu beschleunigen.

Frankreich will außerdem bereits vom kommenden Jahr an Exportgarantien für den Export fossiler Energien abschaffen. Zuvor hatte Frankreich sich damit bis 2025 und bei Gas sogar bis 2035 Zeit lassen wollen, war aber stark in die Kritik geraten.

Im Haushalt ist außerdem vorgesehen, knapp 11.000 neue Stellen im öffentlichen Dienst zu schaffen, unter anderem für Sicherheitskräfte, für die Begleitung von Schulkindern mit Behinderung und Experten für Cybersicherheit. 945 Millionen sind eingeplant, um die im EU-Vergleich niedrigen Lehrergehälter aufzustocken.

Das Budget für Einwanderung soll um sechs Prozent aufgestockt werden. Damit sollen unter anderem 5.900 Unterkünfte für Flüchtlinge und Asylbewerber geschaffen werden.

Der Haushalt muss noch von der Nationalversammlung verabschiedet werden. Das Wahlbündnis von Präsident Emmanuel Macron hatte bei den jüngsten Wahlen im Juni die absolute Mehrheit verloren.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Zwei Tage vor US-Kongresswahlen: Trump bekräftigt Drohung gegen Iran

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat Präsident Donald Trump seine Drohung bekräftigt, die Angriffe gegen den Iran wieder aufzunehmen. "Der einzige Grund, warum ich mit dem Iran noch nicht fertig bin, ist, dass ich nett sein will", sagte Trump am Sonntag vor Anhängern bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Er wolle "all diese Leben retten". "Aber irgendwann werden wir ihnen einen harten Schlag versetzen müssen."

Koalitiongespräche für mögliche rot-grün-rote Regierung in Berlin starten

In Berlin starten am Montag (10.00 Uhr) die Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer möglichen rot-grün-roten Regierung. Dazu kommen die Verhandler von Linken, Grünen und SPD nach Parteiangaben im Abgeordnetenhaus zusammen. Dazu gehören unter anderem auch die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, SPD-Landeschef Steffen Krach und Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf.

Russlandfreundliche Amtsinhaberin Jotowa klare Siegerin bei Präsidentenwahl in Bulgarien

Richtungsentscheidung bei der Präsidentschaftswahl in Bulgarien: Die russlandfreundliche Amtsinhaberin Ilijana Jotowa hat die Stichwahl in dem EU- und Nato-Mitgliedsland am Sonntag klar für sich entschieden. Laut Prognosen setzte sich die Staatschefin mit deutlichem Vorsprung gegen ihren pro-westlichen Herausforderer Andrej Gjurow durch. Dieser räumte noch am Wahlabend seine Niederlage ein. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gratulierte Jotowa zu ihrem Wahlsieg.

"Heat"-Regisseur Michael Mann verletzt sich versehentlich mit Schusswaffe

Hollywood-Regisseur Michael Mann ist berühmt für spektakuläre Schusswechsel in Thrillern wie "Heat" und "Collateral". Jetzt hat sich der 83-jährige Filmemacher selbst versehentlich mit einer Schusswaffe leicht verletzt. Wie Manns Agent am Sonntag mitteilte, löste sich an einem Schießstand in Los Angeles ein Schuss aus einer Waffe, die der Regisseur im Halfter trug. Mann habe eine "oberflächliche Verletzung" erlitten und sei medizinisch behandelt worden.

Textgröße ändern: