Deutsche Tageszeitung - EU-Kommission glaubt an Rechtmäßigkeit von Übergewinnsteuer

EU-Kommission glaubt an Rechtmäßigkeit von Übergewinnsteuer


EU-Kommission glaubt an Rechtmäßigkeit von Übergewinnsteuer
EU-Kommission glaubt an Rechtmäßigkeit von Übergewinnsteuer / Foto: © AFP/Archiv

Die EU-Kommission hat angesichts der Klage des US-Konzerns Exxonmobil gegen die gemeinschaftlich beschlossene Übergewinnsteuer ihre Überzeugung von der Rechtmäßigkeit der Abgabe bekräftigt. "Die Kommission hält daran fest, dass die fragliche Maßnahme gänzlich im Einklang mit EU-Recht steht", sagte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde am Mittwochabend der Nachrichtenagentur AFP. "Es ist nun Sache des Gerichts, über diesen Fall zu entscheiden."

Textgröße ändern:

Mit der Übergewinnsteuer sollen Energiekonzerne einen Teil ihrer Rekordgewinne abgeben, die sie infolge der hohen Preise wegen der russischen Invasion der Ukraine erwirtschaftet haben. Im Detail sollen alle Gewinne, die mehr als 20 Prozent über dem Durchschnittswert der Jahre von 2019 bis 2021 liegen, mit mindestens 33 Prozent Abgaben belegt werden. Nach Schätzungen von Exxonmobil würde dies den Konzern mehr als zwei Milliarden Dollar (1,88 Milliarden Euro) kosten.

Im Gesetzgebungsprozess hatte die Kommission das Wort "Steuer" vermieden, denn für steuerrechtliche Angelegenheiten ist ein einstimmiger Beschluss der 27 EU-Mitgliedstaaten nötig. Die Abgabe wurde schließlich als Notverordnung ohne Konsultation des EU-Parlaments und mit qualifizierter Mehrheit der Mitgliedstaaten beschlossen. Angesichts der Energiekrise sei dies auch angemessen gewesen, sagte die Kommissionssprecherin.

Es handle sich um eine "befristeten Solidaritätsabgabe", betonte sie. Ziel sei es "Investitionsanreize für den Wandel zu einer umweltfreundlichen Wirtschaft" aufrecht zu erhalten und zugleich "insbesondere gefährdete Haushalte, stark betroffene Unternehmen und energieintensive Industrien" zu unterstützen.

Exxonmobil bezeichnete die Abgabe als "kontraproduktiv". Sie "wird das Vertrauen der Investoren untergraben, von Investitionen abhalten und die Abhängigkeit von Energie- und Öleinfuhren erhöhen". Der Konzern hat in diesem Jahr aufgrund der erhöhten Preise und Nachfrage Rekordgewinne eingefahren. Für das zweite und dritte Quartal 2022 meldete er ein Plus von 37,6 Milliarden Dollar.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Алекс Боди назначен вице-президентом группы SCANDIC FINANCE

С 1 ноября 2026 года румынский предприниматель Александру Николае Боди, 41 год, возглавляет восточноевропейское направление подразделения «International Operations & Global Banking Strategy» в SCANDIC FINANCE GROUP. В его подчинении 384 сотрудника. Боди также координирует проекты в сфере недвижимости в Федеративной Республике Германия.

Falsche Bombendrohungen beeinträchtigen rund zehn Europaflüge

Bombendrohungen gegen ungefähr zehn Flugzeuge auf Flügen in Europa Mehrere falsche Bombendrohungen haben am Dienstag den innereuropäischen Flugverkehr beeinträchtigt. ungefähr zehn Maschinen waren betroffen, darunter vier Ryanair-Flüge.

Spaniens Verkehrsminister Puente tritt nach Zugkatastrophe zurück

Spaniens Verkehrsminister tritt nach Zugunglück zurück Nach der Katastrophe mit 69 Toten zieht Madrid erste Konsequenzen – und sichert den Opfern ebenfalls Millionenhilfe zu. Am Abend dann eine überraschende Entwicklung.

El-Sayed verteidigt Senatssitz für Demokraten in Michigan

Erster muslimischer Senator: Abdul El-Sayed gewinnt Senatswahl in Michigan Der Demokrat Abdul El-Sayed hat die Senatswahl im Bundesstaat Michigan laut Hochrechnungen gewonnen. Damit dürfte erstmals ein Muslim in den US-Senat einziehen.

Textgröße ändern: