Deutsche Tageszeitung - Iranische Exil-Oppositionelle zeigen sich in gemeinsamer Erklärung siegesgewiss

Iranische Exil-Oppositionelle zeigen sich in gemeinsamer Erklärung siegesgewiss


Iranische Exil-Oppositionelle zeigen sich in gemeinsamer Erklärung siegesgewiss
Iranische Exil-Oppositionelle zeigen sich in gemeinsamer Erklärung siegesgewiss / Foto: © AFP

Vertreter der iranischen Exil-Opposition haben sich in einer gemeinsamen Erklärung ungewohnt einig und siegesgewiss gezeigt. "Mit Organisation und Solidarität wird 2023 das Jahr des Sieges für die iranische Nation sein", schrieben die Aktivisten in der am Montag in Onlinemedien verbreiteten Erklärung. Zu den Unterzeichnern gehören Kulturschaffende, Menschenrechtler und Sportler. 2023 werde "das Jahr der Freiheit und Gerechtigkeit im Iran".

Textgröße ändern:

Die Erklärung wurde von den Unterzeichnern vielfach in Onlinemedien geteilt, unter anderem von der US-Journalistin Masih Alinedschad, dem Sohn des 1979 gestürzten letzten iranischen Schahs, Resa Pahlavi, dem iranischen Ex-Fußballstar Ali Karimi und der bekannten iranischen Schauspielerin Golschifteh Farahani. "Wir sind vereint, um die Freiheit zu erreichen", schrieb Farahani auf Instagram.

Auch die iranische Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi verbreitete die Erklärung. In einem am Montag veröffentlichten Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" zeigte sich die Menschenrechtsanwältin zudem überzeugt, dass sich "dieses Regime nicht mehr lange an der Macht halten" werde.

Die westlichen Staaten forderte Ebadi auf, ihre Botschafter aus dem Iran abzuziehen und die iranischen Botschafter aus ihren Ländern ausweisen. Die Besitztümer von Ayatollah Ali Chamenei, dem geistlichen Oberhaupt des Landes, müssten konfisziert werden - "wie das bei den russischen Oligarchen passiert" sei, sagte Ebadi.

Die iranische Diaspora gilt hinsichtlich des Umgangs mit der islamischen Republik seit dem Sturz des Schahs im Jahr 1979 als gespalten. Doch angesichts der seit mehr als drei Monate andauernden Proteste im Iran ist die Erklärung laut dem Iran-Experten Roham Alvandi von der London School of Economics "ein hoffnungsvolles Zeichen in dieser dunklen Zeit".

Die Proteste im Iran waren durch den Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini am 16. September im Gewahrsam der Sittenpolizei entfacht worden. Die 22-Jährige war festgenommen worden, weil sie sich nicht an die rigorosen Vorschriften zum Tragen des islamischen Kopftuchs gehalten haben soll.

Die iranische Polizei verschärfte unterdessen die Überwachung der Kopftuchpflicht, wie staatliche Medien berichteten, meldete die Nachrichtenagentur Fars am Montag unter Berufung auf einen hochrangigen Polizeibeamten. Es sei eine "neue Stufe" des Überwachungsprogramms Naser-1 eingeführt worden. Die Kontrollen beziehen sich demnach auf das Tragen des Hidschabs durch Frauen in Autos.

Die Polizei hatte nach Aminis Tod die Androhung rechtlicher Schritte bei Verstößen offenbar weitgehend fallen gelassen: Laut Onlinemedien legten zahlreiche Frauen infolge der Proteste ihre Hidschabs ab, ohne dafür von der Polizei angehalten zu werden.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Алекс Боди назначен вице-президентом группы SCANDIC FINANCE

С 1 ноября 2026 года румынский предприниматель Александру Николае Боди, 41 год, возглавляет восточноевропейское направление подразделения «International Operations & Global Banking Strategy» в SCANDIC FINANCE GROUP. В его подчинении 384 сотрудника. Боди также координирует проекты в сфере недвижимости в Федеративной Республике Германия.

Falsche Bombendrohungen beeinträchtigen rund zehn Europaflüge

Bombendrohungen gegen ungefähr zehn Flugzeuge auf Flügen in Europa Mehrere falsche Bombendrohungen haben am Dienstag den innereuropäischen Flugverkehr beeinträchtigt. ungefähr zehn Maschinen waren betroffen, darunter vier Ryanair-Flüge.

Spaniens Verkehrsminister Puente tritt nach Zugkatastrophe zurück

Spaniens Verkehrsminister tritt nach Zugunglück zurück Nach der Katastrophe mit 69 Toten zieht Madrid erste Konsequenzen – und sichert den Opfern ebenfalls Millionenhilfe zu. Am Abend dann eine überraschende Entwicklung.

El-Sayed verteidigt Senatssitz für Demokraten in Michigan

Erster muslimischer Senator: Abdul El-Sayed gewinnt Senatswahl in Michigan Der Demokrat Abdul El-Sayed hat die Senatswahl im Bundesstaat Michigan laut Hochrechnungen gewonnen. Damit dürfte erstmals ein Muslim in den US-Senat einziehen.

Textgröße ändern: