Deutsche Tageszeitung - Japanischer Regierungschef Kishida tritt Reise nach Europa und Nordamerika an

Japanischer Regierungschef Kishida tritt Reise nach Europa und Nordamerika an


Japanischer Regierungschef Kishida tritt Reise nach Europa und Nordamerika an
Japanischer Regierungschef Kishida tritt Reise nach Europa und Nordamerika an / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Japans Regierungschef Fumio Kishida ist am Montag zu einer mehrtägigen Reise nach Europa und Nordamerika aufgebrochen. Kishida, dessen Land in diesem Jahr den Vorsitz der G7-Gruppe innehat, erklärte am Montag, er erwarte von den Verbündeten Japans eine Bekräftigung ihrer Unterstützung für die Ukraine und "Solidarität mit dem Rest der Welt" etwa im Kampf gegen den Klimawandel und bei der Bewältigung der internationalen Nahrungsmittel- und Energiekrise.

Textgröße ändern:

Kishida wird ab Montag die G7-Mitgliedsstaaten Frankreich, Italien, Großbritannien und Kanada besuchen. Am Freitag trifft sich Kishida zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt im Oktober 2021 in den USA mit Präsident Joe Biden.

Die japanische Zeitung "Yomiuri Shimbun" berichtete unter Berufung auf japanische Regierungskreise, dass Biden und Kishida eine gemeinsame Erklärung abgeben würden, die unter anderem die Taiwan-Frage und eine Denuklearisierung Nordkoreas einschließe.

Er hoffe, dass er mit seinen G7-Kollegen "offenherzige Gespräche führen und die persönlichen Vertrauensbeziehungen weiter vertiefen" könne, erklärte Kishida vor seiner Abreise. Es sei wichtig, "die Rechtsstaatlichkeit und die auf Regeln basierende internationale Ordnung zu verteidigen".

Japans Regierung hatte im vergangenen Dezember eine umfassende Überarbeitung der Verteidigungsstrategie des Landes beschlossen. Die vom Kabinett in Tokio gebilligten Pläne sehen eine Verdopplung der Militärausgaben bis 2027 auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) vor und bedeuten eine Abkehr von der bisherigen, pazifistisch geprägten Militärdoktrin Japans.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Todesfall von Eva Geller erhöht Opferzahl der Bondi-Strand-Massaker auf 16

Das Massaker an der Bondi Beach in Sydney hat nun offiziell 16 Todesopfer gefordert. Elf Monate nach dem Terroranschlag ist die 90-jährige Eva Geller, eine Holocaust-Überlebende, ihren Verletzungen erlegen. Ihr Tod erhöht die Opferzahl und rückt den langfristigen Einfluss des Angriffs auf das kollektive Gedächtnis Australiens in den Fokus.

Türkei und Südafrika stärken diplomatische und wirtschaftliche Bindungen

Anlässlich des 103. Jahrestags der Türkischen Republik hat die Botschaft in Pretoria die vertieften Beziehungen zwischen Ankara und Südafrika hervorgehoben. Botschafterin Kezban Nilvana Darama Yıldırımgeç betonte die Bedeutung der bevorstehenden bilateralen Kommissionen für Wirtschaft und Diplomatie.

Spanien nominiert Hernández de Cos für EZB und Díaz für IAO

Madrid hat seine Kandidaten für zwei zentrale internationale Ämter vorgestellt. Der Ökonom Pablo Hernández de Cos strebt die Nachfolge von Christine Lagarde an der Europäischen Zentralbank an, während Arbeitsministerin Yolanda Díaz um die Führung der Internationalen Arbeitsorganisation kämpft. Die entscheidenden Abstimmungen sind für November angesetzt.

DA überholt ANC in Ekurhuleni – ActionSA gewinnt an Boden

Bei der Auszählung der Stimmen zu den südafrikanischen Kommunalwahlen 2026 zeichnet sich ein deutlicher Wandel ab. In der Region Ekurhuleni wird die Democratic Alliance (DA) als neuer Führender prognostiziert, während die ActionSA erhebliche Gewinne verzeichnet. Die Unabhängige Wahlkommission (IEC) ermittelt derzeit die endgültigen Ergebnisse für die kommunalen Räte.

Textgröße ändern: