Deutsche Tageszeitung - OSZE will keine Beobachter zu Abgeordnetenhauswahl in Berlin schicken

OSZE will keine Beobachter zu Abgeordnetenhauswahl in Berlin schicken


OSZE will keine Beobachter zu Abgeordnetenhauswahl in Berlin schicken
OSZE will keine Beobachter zu Abgeordnetenhauswahl in Berlin schicken / Foto: © AFP/Archiv

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) will keine Wahlbeobachter zur Wiederholung der Berliner Abgeordnetenhauswahl schicken. Die Entsendung einer Beobachtermission werde als nicht notwendig erachtet, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Bericht. Diesen hatte eine OSZE-Delegation nach einer Begutachtung der Wahlvorbereitungen erstellt.

Textgröße ändern:

Die Delegation habe "großes Vertrauen" in die Fähigkeit der Berliner Wahlbehörden, die Wiederholungswahl auszurichten, hieß es weiter. Zudem seien bereits einige von einer Expertenkommission empfohlene Veränderungen umgesetzt worden. Die Entsendung einer Beobachtermission werde daher nicht empfohlen.

Die OSZE-Delegation hatte sich vor rund zwei Wochen in der Hauptstadt aufgehalten, um sich ein Bild von den Wahlvorbereitungen zu machen. Sie war auf Betreiben des Landeswahlleiters Stephan Bröchler vom Auswärtigen Amt und Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) eingeladen.

Die Wahlen in Berlin am 26. September 2021 Jahres waren teilweise chaotisch abgelaufen, wurden deshalb vom Berliner Verfassungsgerichtshof für ungültig erklärt und sollen am 12. Februar wiederholt werden. Bei dem Urnengang fehlten in manchen Wahllokalen Stimmzettel, andere blieben länger geöffnet als vorgesehen. Vielerorts bildeten sich lange Warteschlangen.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Demokraten in Texas: Neue Hoffnung für das Gesundheitswesen nach historischem Wahlsieg

Mit dem Sieg von Gouverneurin Gina Hinojosa haben die Demokraten in Texas nach drei Jahrzehnten die Kontrolle zurückerlangt. Die neue Führung sieht sich nun mit der dringenden Aufgabe konfrontiert, die katastrophale Versorgungslage zu verbessern, während nur zwei Monate bis zur Legislaturperiode bleiben und republikanische Mehrheiten im Senat blockieren könnten.

Trump ernennt Stephen Miller zum Stabschef nach Midterm-Verlusten

US-Präsident Donald Trump hat Stephen Miller zum nächsten Stabschef im Weißen Haus ernannt. Die Entscheidung fällt kurz nach den Midterm-Wahlen, bei denen die Republikaner ihre Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses verloren haben. Miller folgt auf Susie Wiles, die ihren Rücktritt eingereicht hat.

RMT kündigt U-Bahn-Streiks von November bis Februar an

Die Gewerkschaft RMT hat für den Zeitraum von Ende November bis Februar Streiks an der Londoner U-Bahn angekündigt. Auslöser ist ein Streit über die Arbeitsbedingungen der Fahrer, insbesondere im Zusammenhang mit dem Vorschlag von Transport for London (TfL), eine vierwöchige Arbeitswoche einzuführen. Die Gewerkschaft wirft TfL vor, die Bedingungen zu verschlechtern, während das Verkehrsunternehmen dies bestreitet.

Klimawandel: Europäer fordern internationale Kooperation, lehnen persönliche Opfer ab

Eine aktuelle YouGov-Studie deckt ein Paradoxon im europäischen Klimaschutz auf: Die Mehrheit der Bevölkerung in sechs Ländern akzeptiert die menschgemachte Erderwärmung und fürchtet ihre Folgen, lehnt jedoch politische Maßnahmen ab, die mit hohen persönlichen Kosten oder Einschränkungen des Lebensstils verbunden sind. Stattdessen wird eine stärkere Koordinierung auf EU-Ebene bevorzugt.

Textgröße ändern: