Deutsche Tageszeitung - Gipfeltreffen in Burundi zu Sicherheitslage in Demokratischer Republik Kongo

Gipfeltreffen in Burundi zu Sicherheitslage in Demokratischer Republik Kongo


Gipfeltreffen in Burundi zu Sicherheitslage in Demokratischer Republik Kongo
Gipfeltreffen in Burundi zu Sicherheitslage in Demokratischer Republik Kongo / Foto: © AFP/Archiv

In Burundi sind die Staatschefs mehrerer ost- und zentralafrikanischer Länder am Samstag zu einem Sondergipfel zusammengetroffen, um über die wiederaufgeflammte Gewalt im Osten der Demokratischen Republik Kongo zu beraten. Ziel seien "Entscheidungen, die die Sicherheitslage verbessern und die Wiederherstellung des Friedens im Osten der Demokratischen Republik erleichtern", erklärte Burundis Präsident Evariste Ndayishimiye im Online-Dienst Twitter.

Textgröße ändern:

Burundi hat derzeit den Vorsitz in der aus sieben Mitgliedstaaten bestehenden Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC). An dem Gipfel nahmen auch die Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo, Ruandas, Kenias, Ugandas und Tansanias teil. Der Südsudan war nicht vertreten.

In der kongolesischen Provinz Nord-Kivu hat die Rebellengruppe M23 weite rohstoffreiche Gebiete unter ihre Kontrolle gebracht. Die Regierung in Kinshasa wirft Ruanda vor, die Rebellengruppe zu unterstützen.

Bei Gesprächen zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda unter Vermittlung Angolas war am 23. November in Luanda ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen worden. Demnach sollten die M23-Rebellen die Waffen niederlegen und sich aus den besetzten Gebieten zurückziehen. Die Rebellen blieben jedoch in ihren Stellungen.

Den M23-Rebellen gehören überwiegend kongolesische Tutsi an. Nach jahrelanger Ruhe griffen sie Ende 2021 wieder zu den Waffen. Im Oktober 2022 verstärkten sie ihre Offensive gegen die Regierungstruppen und brachten weite Gebiete unter ihre Kontrolle.

Neben der Regierung in Kinshasa beschuldigen auch westliche Staaten wie die USA und Frankreich die Regierung Ruandas, die Rebellen im Nachbarland zu unterstützen. Ruanda weist die Vorwürfe zurück. Die Beziehungen zwischen Ruanda und dem Kongo sind derzeit so angespannt wie seit Jahren nicht mehr.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Gregor Gysi fordert Ausschluss von Vanessa Emde aus der Linksfraktion

Berlin – Jetzt schaltet sich auch Linken-Urgestein Gregor Gysi (78) in den Streit um Vanessa Emde ein! Der Bundestagsabgeordnete spricht sich offen für einen Rauswurf seiner umstrittenen Berliner Parteikollegin aus der Linksfraktion aus.

Stephen Miller übernimmt nach republikanischer Wahlniederlage Trumps Stabsführung

Nach der krachenden Wahlniederlage der Republikaner hat US-Präsident Donald Trump am Freitag seine Stabschefin Susie Wiles entlassen . Bereits am Montag soll ihr bisheriger Stellvertreter Stephen Miller die Leitung des Weissen Hauses übernehmen.

USA setzen Millionenbelohnung für Hinweise zu Irans Atomprogramm aus

Ausserdem sollen Hinweisgeber die Aussicht auf eine «mögliche Umsiedlung bekommen», wie es auf einer Webseite der US-Regierung heisst. Von Interesse seien Informationen über Anlagen, Ausrüstung und beteiligtes Personal wie Wissenschaftler sowie über Material, das weggeschafft worden sei.

Demokraten in Texas: Neue Hoffnung für das Gesundheitswesen nach historischem Wahlsieg

Mit dem Sieg von Gouverneurin Gina Hinojosa haben die Demokraten in Texas nach drei Jahrzehnten die Kontrolle zurückerlangt. Die neue Führung sieht sich nun mit der dringenden Aufgabe konfrontiert, die katastrophale Versorgungslage zu verbessern, während nur zwei Monate bis zur Legislaturperiode bleiben und republikanische Mehrheiten im Senat blockieren könnten.

Textgröße ändern: