Deutsche Tageszeitung - Perus Präsidentin will mit Allparteien-Gesprächen das Land aus der Krise führen

Perus Präsidentin will mit Allparteien-Gesprächen das Land aus der Krise führen


Perus Präsidentin will mit Allparteien-Gesprächen das Land aus der Krise führen
Perus Präsidentin will mit Allparteien-Gesprächen das Land aus der Krise führen / Foto: © AFP

Angesichts der andauernden Proteste gegen ihre Regierung hat sich Perus Präsidentin Dina Boluarte für Allparteien-Gespräche ausgesprochen. Mit ihnen könnte das Land womöglich aus der Krise geführt werden, sagte die Staatschefin am Freitag (Ortszeit) vor Journalisten. Zugleich warnte sie, dass die Demokratie in Peru durch die Proteste "zerbrechlich" geworden sei.

Textgröße ändern:

"Wir leben in einer zerbrechlichen Demokratie", sagte Boluarte. "Ich glaube, es ist die zerbrechlichste in Lateinamerika. Aber es ist an den Peruanern, an uns, die Demokratie zu stärken." Ein Weg dafür könnten Allparteien-Gespräche sein. "In der Suche nach Frieden rufe ich öffentlich alle Chefs jeder einzelnen Partei, aber auch die Anführer von sozialen Organisationen oder Gewerkschaften zu einem Treffen auf."

Peru wird seit der Amtsenthebung und Verhaftung des linksgerichteten Präsidenten Pedro Castillo am 7. Dezember von Unruhen erschüttert. Am Freitag vermeldeten die Behörden ein neues Todesopfer, damit wurden bei den Protesten bereits 49 Menschen getötet. Die Demonstranten fordern den Rücktritt von Castillos Nachfolgerin Boluarte sowie die Auflösung des Parlaments, um unverzüglich Neuwahlen abzuhalten.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Gregor Gysi fordert Ausschluss von Vanessa Emde aus der Linksfraktion

Berlin – Jetzt schaltet sich auch Linken-Urgestein Gregor Gysi (78) in den Streit um Vanessa Emde ein! Der Bundestagsabgeordnete spricht sich offen für einen Rauswurf seiner umstrittenen Berliner Parteikollegin aus der Linksfraktion aus.

Stephen Miller übernimmt nach republikanischer Wahlniederlage Trumps Stabsführung

Nach der krachenden Wahlniederlage der Republikaner hat US-Präsident Donald Trump am Freitag seine Stabschefin Susie Wiles entlassen . Bereits am Montag soll ihr bisheriger Stellvertreter Stephen Miller die Leitung des Weissen Hauses übernehmen.

USA setzen Millionenbelohnung für Hinweise zu Irans Atomprogramm aus

Ausserdem sollen Hinweisgeber die Aussicht auf eine «mögliche Umsiedlung bekommen», wie es auf einer Webseite der US-Regierung heisst. Von Interesse seien Informationen über Anlagen, Ausrüstung und beteiligtes Personal wie Wissenschaftler sowie über Material, das weggeschafft worden sei.

Demokraten in Texas: Neue Hoffnung für das Gesundheitswesen nach historischem Wahlsieg

Mit dem Sieg von Gouverneurin Gina Hinojosa haben die Demokraten in Texas nach drei Jahrzehnten die Kontrolle zurückerlangt. Die neue Führung sieht sich nun mit der dringenden Aufgabe konfrontiert, die katastrophale Versorgungslage zu verbessern, während nur zwei Monate bis zur Legislaturperiode bleiben und republikanische Mehrheiten im Senat blockieren könnten.

Textgröße ändern: