Deutsche Tageszeitung - Nikki Haley wirbt in erster Wahlkampfrede für "neue Generation" in US-Politik

Nikki Haley wirbt in erster Wahlkampfrede für "neue Generation" in US-Politik


Nikki Haley wirbt in erster Wahlkampfrede für "neue Generation" in US-Politik
Nikki Haley wirbt in erster Wahlkampfrede für "neue Generation" in US-Politik / Foto: © AFP

Mit dem Versprechen eines politischen Neuanfangs und Seitenhieben auf Ex-Präsident Donald Trump ist die republikanische US-Präsidentschaftsbewerberin Nikki Haley in den Wahlkampf gestartet. "Wir sind mehr als bereit für eine neue Generation, die uns in die Zukunft führt", sagte die 51-Jährige am Mittwoch in Charleston im Bundesstaat South Carolina bei ihrer ersten Wahlkampfrede vor zahlreichen Anhängern. "Wir werden den Kampf um das 21. Jahrhundert nicht gewinnen, wenn wir weiter den Politikern aus dem 20. Jahrhundert vertrauen."

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Die frühere Gouverneurin von South Carolina und einstige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen ging in ihrer Rede an mehreren Stellen auf das hohe Alter vieler US-Politiker ein. "Nicht Amerika hat seine besten Zeiten hinter sich. Unsere Politiker haben ihre besten Zeiten hinter sich." Haley forderte zudem "verpflichtende Checks zur mentalen Kompetenz für Politiker über 75 Jahren".

Trump, den Haley als erste namhafte Republikanerin im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Partei herausfordert, ist 76 Jahre alt. US-Präsident Joe Biden von den Demokraten ist 80 Jahre alt.

Haley hatte am Dienstag angekündigt, bei den Präsidentschaftswahlen 2024 für ihre Partei antreten zu wollen. Am Mittwoch hielt die Tochter indischer Einwanderer ihre erste Wahlkampfrede in ihrem Heimatbundesstaat South Carolina.

In ihrer 26-minütigen Rede erwähnte sie Trumps Namen nur, als es darum ging, wie der damalige Präsident sie Anfang 2017 zur Botschafterin ihres Landes bei den Vereinten Nationen gemacht hatte. Sie attackierte in erster Linie Biden und seine Demokraten und warnte: "Wir müssen den Sozialismus stoppen, bevor es zu spät ist." Sie selbst wolle die USA wieder "stark und stolz" machen.

Beobachter räumen Haley bei ihrer Präsidentschaftsbewerbung nur geringe Erfolgschancen ein. Die 51-Jährige liegt in Umfragen zum potenziellen Bewerberfeld der Republikaner mit einstelligen Prozentzahlen weit abgeschlagen hinter Trump, Floridas Gouverneur Ron DeSantis und dem früheren Vizepräsidenten Mike Pence.

Trumps Wahlkampfteam nahm Haley unmittelbar nach deren Rede ins Visier. In einer E-Mail an Medien warf das Wahlkampfteam Haley vor, "schwach bei Einwanderung" zu sein und den Bau einer Grenzmauer nicht zu unterstützen, für Kürzungen des Sozialsystems einzutreten und den Ukraine-Krieg mit der Forderung nach US-Kampfjets für Kiew weiter "anzuheizen".

(A.Stefanowych--DTZ)

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