Deutsche Tageszeitung - Medwedew: Festnahme Putins käme "Kriegserklärung" gleich

Medwedew: Festnahme Putins käme "Kriegserklärung" gleich


Medwedew: Festnahme Putins käme "Kriegserklärung" gleich
Medwedew: Festnahme Putins käme "Kriegserklärung" gleich / Foto: © SPUTNIK/AFP

Der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew hat jeden Versuch einer Festnahme des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Ausland infolge des Haftbefehls des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) als "Kriegserklärung" bezeichnet. Sollte etwa eine Festnahme in Deutschland erfolgen, "werden alle unsere Mittel, Raketen und andere, auf den Bundestag, das Kanzleramt und so weiter fliegen", erklärte Medwedew am Mittwochabend.

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"Stellen wir uns vor - es ist klar, dass diese Situation niemals eintreten wird - aber stellen wir uns trotzdem vor, dass sie eintritt. Das derzeitige Oberhaupt eines Atomstaates kommt auf dem Territorium von, sagen wir, Deutschland an und wird verhaftet. Was ist das? Eine Kriegserklärung gegen die Russische Föderation", betonte Medwedew.

Medwedew, der stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates ist, erklärte, die Entscheidung des IStGH werde die Beziehungen zum Westen weiter verschlechtern.

Der IStGH hatte vergangenen Freitag einen Haftbefehl gegen Putin wegen der Verschleppung ukrainischer Kinder nach Russland im Rahmen des Ukraine-Konflikts erlassen. Moskau bezeichnete den Haftbefehl als "nichtig" und "bedeutungslos". Ein weiterer Haftbefehl erging gegen die Kinderrechtsbeauftragte des russischen Präsidenten, Maria Alexejewna Lwowa-Belowa.

Am Mittwoch hatte der IStGH Drohungen aus Russland nach dem Erlass eines Haftbefehls beklagt.

(V.Sørensen--DTZ)

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