Deutsche Tageszeitung - Ex-Armeechef Saluschnyj zum neuen ukrainischen Botschafter in Großbritannien ernannt

Ex-Armeechef Saluschnyj zum neuen ukrainischen Botschafter in Großbritannien ernannt


Ex-Armeechef Saluschnyj zum neuen ukrainischen Botschafter in Großbritannien ernannt
Ex-Armeechef Saluschnyj zum neuen ukrainischen Botschafter in Großbritannien ernannt / Foto: © UKRAINIAN PRESIDENTIAL PRESS SERVICE/AFP/Archiv

Der frühere ukrainische Armeechef Walerij Saluschnyj ist zum neuen Botschafter seines Landes in Großbritannien ernannt worden. Präsident Wolodymyr Selenskyj habe den 50-Jährigen am Donnerstag per Präsidialdekret zum ukrainischen Botschafter in Großbritannien, einem wichtigen Verbündeten Kiews im Krieg gegen Russland, ernannt, teilte das Präsidialamt in Kiew mit. Zuvor habe Selenskyj den Ex-Armeechef mit einem weiteren Dekret "aus gesundheitlichen Gründen" aus dem Militärdienst entlassen.

Textgröße ändern:

Selenskyj hatte Saluschnyjs Kandidatur für den Posten "des außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafters der Ukraine im Vereinigten Königreich" im März genehmigt. Der ukrainische Staatschef hatte die Ernennung mit den Worten gepriesen, dass "unser Bündnis mit Großbritannien nur noch stärker werden kann".

Saluschnyj stand seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor mehr als zwei Jahren an der Spitze der ukrainischen Streitkräfte. In der Öffentlichkeit erfreute er sich größter Beliebtheit. Der von den ukrainischen Medien als "Eiserner General" bezeichnete Militärchef wurde zum Symbol für den Widerstand des Landes - nicht zuletzt, weil es der Armee unter seiner Führung zunächst gelang, die überlegenen russischen Truppen zurückzudrängen.

Vor dem Hintergrund der schleppenden Gegenoffensive der Ukraine wurde Saluschnyj jedoch im Februar als Armeechef abgesetzt. Selenskyj hatte dem General laut Medienberichten vorgeworfen, dass es für die Ukraine an der Front gegen Russland nicht wirklich voranging.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Radikalisierung junger Männer: Incel-Ideologie und Prävention aus Sicht der Polizei

Die Incel-Bewegung hat sich von einem ursprünglichen Unterstützungsnetzwerk zu einer frauenfeindlichen Ideologie entwickelt, die junge Männer radikalisiert. Catherine Graber von der Kantonspolizei St. Gallen erläutert die Risiken und beschreibt konkrete Präventionsmaßnahmen sowie Warnsignale für potenzielle Gewalttaten.

Neuköllner Linken-Politiker Ahmed Abed vertrat Ibrahim Ibrahim vor Gericht

Im Streit um die Berliner Linken-Abgeordnete Vanessa Emde ist eine weitere Kontroverse aufgetaucht: Der Neuköllner Bürgermeisterkandidat der Partei Die Linke, Ahmed Abed, hat den als Terrorsympathisant bekannten Ibrahim Ibrahim vor Gericht vertreten. Währenddessen haben SPD, Grüne und die Linke in Berlin die Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer neuen Landesregierung aufgenommen.

Susanne Johna kündigt Kandidatur als BÄK-Präsidentin an

Susanne Johna hat bei ihrer Wiederwahl zur Vorsitzenden des Marburger Bundes angekündigt, im Mai 2027 als erste Frau die Bundesärztekammer zu leiten. In ihrer Rede kritisierte sie die zunehmende Bedeutungslosigkeit der Ärzte in politischen und wirtschaftlichen Fragen und forderte eine stärkere Positionierung der Berufsgruppe.

Kantonsregierung Zürich blockiert barrierefreie Querungen zugunsten des Autoverkehrs

An der Rosengartenstrasse in Zürich scheiden sich die Geister über die Priorisierung im Verkehr. Während die Stadt barrierefreie Querungen plant, blockiert die Kantonsregierung diese mit Verweis auf Staurisiken. Kritiker sehen darin eine klare Bevorzugung des motorisierten Individualverkehrs gegenüber den Anforderungen eines inklusiven Stadtlebens.

Textgröße ändern: