Deutsche Tageszeitung - Beloussow: Sieg in der Ukraine mit "minimalen menschlichen Verlusten" erreichen

Beloussow: Sieg in der Ukraine mit "minimalen menschlichen Verlusten" erreichen


Beloussow: Sieg in der Ukraine mit "minimalen menschlichen Verlusten" erreichen
Beloussow: Sieg in der Ukraine mit "minimalen menschlichen Verlusten" erreichen / Foto: © AFP

Der neue russische Verteidigungsminister Andrej Beloussow will in der Ukraine den Sieg mit "minimalen menschlichen Verlusten" erreichen. Das wichtigste Ziel der "militärischen Spezialoperation" bleibe der Sieg und die Erreichung der vom Präsidenten gesetzten "militärisch-politischen Ziele", sagte Beloussow am Dienstag vor Abgeordneten. "In dieser Hinsicht möchte ich betonen: mit minimalen menschlichen Verlusten", sagte er weiter. Neue Initiativen zur Mobilisierung von Soldaten oder andere Arten von "Notfallmaßnahmen" seien derzeit nicht in Vorbereitung.

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Russland hatte zuletzt im September 2022 Zahlen zu gefallenen Soldaten veröffentlicht. Westliche Geheimdienste schätzen, dass zehntausende Soldaten im Kampf mit der Ukraine getötet wurden. Die Ukraine hatte ihre Verluste im Februar mit 31.000 getöteten Soldaten beziffert.

Beloussow kündigte zudem an, die Verteidigungsausgaben "optimieren" zu wollen. Ziel sei es, "die Wirtschaft der Streitkräfte" in die "Gesamtwirtschaft des Landes" zu integrieren, sagte er. "Dies ist nicht einfach und setzt eine Optimierung der Ausgaben voraus. Das bedeutet nicht, dass diese gesenkt werden", fügte der Ökonom hinzu.

Zudem solle die Militärwirtschaft "maximal für Innovationen" geöffnet werden, vor allem für "digitale Technologien", sagte Beloussow weiter. Die Ankündigung, den bisherigen stellvertretenden Regierungschefs zum Verteidigungsminister zu ernennen, ist laut Experten ein Zeichen dafür, dass Putin die Rüstungsindustrie als wichtigen Wirtschaftsmotor des Landes weiter ausbauen will.

Der Kreml kündigte bereits an, dass Beloussow aufgrund seines Profils nicht an operativen militärischen Entscheidungen beteiligt sein werde. Diese sollen vom Generalstab der Armee gefällt werden.

Aber der 65-Jährige wird über den riesigen Verteidigungshaushalt bestimmen, über die Investitionen in die Rüstungsindustrie und in die Versorgung von Veteranen und Verwundeten. "Die Ernennung Beloussows bedeutet den Beginn einer großen Revision und Umstrukturierung aller Finanzmodelle", schrieb der als militärnah geltende russische Telegram-Kanal Rybar.

Mehr als zwei Jahre nach dem Beginn der russischen Offensive in der Ukraine hatte Putin am Sonntag den seit 2012 amtierenden Verteidigungsminister Sergej Schoigu entlassen und ihn stattdessen zum Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates ernannt.

(V.Korablyov--DTZ)

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