Deutsche Tageszeitung - Erneut heftige Angriffe und Gefechte im Gazastreifen

Erneut heftige Angriffe und Gefechte im Gazastreifen


Erneut heftige Angriffe und Gefechte im Gazastreifen
Erneut heftige Angriffe und Gefechte im Gazastreifen / Foto: © Israeli Army/AFP

Der Gazastreifen ist am Samstag erneut von Luftangriffen und heftigen Kämpfen erschüttert worden. Augenzeugen berichteten, in der Stadt Rafah im Süden des Palästinensergebietes habe es Bombardements und Kämpfe gegeben. Auch im Norden des Gazastreifens flammte die Gewalt wieder auf. Nach Angaben des kuwaitischen Krankenhauses in Rafah starben dort zwei Menschen in einem Flüchtlingslager bei einem nächtlichen israelischen Luftangriff.

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Augenzeugen sprachen außerdem von zahlreichen Schüssen und Grantatenexplosionen im Südosten sowie Angriffen von Kampfjets im Osten von Rafah. In Dschabalija im Norden des Gazastreifens fanden nach Angaben von AFP-Korrespondenten, Augenzeugen und Rettungskräften in der Nacht zum Samstag ebenfalls schwere Gefechte statt. Am Freitag hatte die israelische Armee von der "vielleicht heftigsten" Gewalt in der Stadt seit Ausbruch des Gaza-Kriegs vor mehr als sieben Monaten gesprochen.

Derweil teilte die israelische Armee mit, dass die ersten 310 Paletten Hilfsgüter ausgepackt würden, die am Freitag über eine neue vom US-Militär gebaute Schiffsanlegestelle in den Gazastreifen gelangt waren. In den kommenden Tagen sollen weitere rund 500 Tonnen Hilfsgüter über die provisorische Anlegestelle in den Gazastreifen geliefert werden, wie das für den Nahen Osten zuständige US-Zentralkommando Centcom mitteilte.

Die USA und europäische Partner wie die EU-Kommission, Deutschland und Großbritannien hatten Anfang März den Seekorridor für Hilfslieferungen im Mittelmeer angekündigt. Da der Gazastreifen selbst über keinen Hafen verfügt, hatte das US-Militär im April mit dem Bau der Anlegestelle begonnen. Die Europäer richteten zudem ein Logistikzentrum auf Zypern ein, von wo aus die Schiffe mit den Hilfsgütern in Richtung Gazastreifen auslaufen.

Der Krieg im Gazastreifen war am 7. Oktober durch einen Großangriff der Hamas auf Israel ausgelöst worden. Dabei wurden nach israelischen Angaben mehr als 1170 Menschen getötet und 252 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Als Reaktion geht Israel seitdem massiv militärisch in dem Küstenstreifen vor. Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden dabei nach neuen Angaben mehr als 35.380 Menschen getötet.

(P.Hansen--DTZ)

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