Deutsche Tageszeitung - Putin: "Ernste Konsequenzen" bei Einsatz westlicher Waffen gegen Ziele in Russland

Putin: "Ernste Konsequenzen" bei Einsatz westlicher Waffen gegen Ziele in Russland


Putin: "Ernste Konsequenzen" bei Einsatz westlicher Waffen gegen Ziele in Russland
Putin: "Ernste Konsequenzen" bei Einsatz westlicher Waffen gegen Ziele in Russland / Foto: © POOL/AFP

Der russische Präsident Wladimir Putin hat mit ernsten Konsequenzen gedroht, sollte der Westen der Ukraine grünes Licht für den Einsatz seiner Waffen gegen Ziele in Russland geben. "Diese ständige Eskalation kann zu ernsten Konsequenzen führen", sagte Putin am Dienstag bei einem Besuch in Usbekistan vor Journalisten. Besonders die kleinen Staaten Europas "sollten sich bewusst machen, womit sie da spielen", warnte er.

Textgröße ändern:

Die Verantwortlichen sollten sich in Erinnerung rufen, dass viele Staaten in Europa nur über kleine, dicht besiedelte Gebiete verfügten. "Dieser Faktor, den sie im Hinterkopf behalten sollten, bevor sie über einen Angriff auf russisches Gebiet sprechen, ist eine ernste Sache."

Auch wenn Kiew die Angriffe ausführen würde, läge die Verantwortung dafür bei den westlichen Waffenlieferanten, betonte Putin. "Sie wollen einen globalen Konflikt."

Die Ukraine drängt darauf, westliche Waffen gegen Ziele auf russischen Gebiet einsetzen zu können. Die Bundesregierung schließt dies aus, weil sie eine Eskalation vermeiden will. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatten hingegen erklärt, wegen der roten Linien mancher Nato-Länder seien "den Ukrainern die Hände gebunden".

Desweiteren erklärte Putin, es befänden sich bereits westliche Militärausbilder in der Ukraine, die sich als Söldner ausgäben. Es gebe in der Ukraine "Söldner, die in Wirklichkeit Spezialisten sind", sagte Putin. Dies sei nichts Neues.

Eine mögliche offizielle Entsendung von westlichen Armeeausbildern, etwa aus Frankreich, wäre allerdings "ein weiterer Schritt in Richtung eines globalen Konflikts", sagte Putin.

Diese Spezialisten würden von der russischen Armee "besiegt", sagte der russische Präsident weiter. "Wir werden tun, was wir für notwendig erachten, egal, wer sich auf dem Territorium der Ukraine aufhält", sagte er. "Das sollten sie wissen."

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Neuköllner Linken-Politiker Ahmed Abed vertrat Ibrahim Ibrahim vor Gericht

Im Streit um die Berliner Linken-Abgeordnete Vanessa Emde ist eine weitere Kontroverse aufgetaucht: Der Neuköllner Bürgermeisterkandidat der Partei Die Linke, Ahmed Abed, hat den als Terrorsympathisant bekannten Ibrahim Ibrahim vor Gericht vertreten. Währenddessen haben SPD, Grüne und die Linke in Berlin die Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer neuen Landesregierung aufgenommen.

Susanne Johna kündigt Kandidatur als BÄK-Präsidentin an

Susanne Johna hat bei ihrer Wiederwahl zur Vorsitzenden des Marburger Bundes angekündigt, im Mai 2027 als erste Frau die Bundesärztekammer zu leiten. In ihrer Rede kritisierte sie die zunehmende Bedeutungslosigkeit der Ärzte in politischen und wirtschaftlichen Fragen und forderte eine stärkere Positionierung der Berufsgruppe.

Kantonsregierung Zürich blockiert barrierefreie Querungen zugunsten des Autoverkehrs

An der Rosengartenstrasse in Zürich scheiden sich die Geister über die Priorisierung im Verkehr. Während die Stadt barrierefreie Querungen plant, blockiert die Kantonsregierung diese mit Verweis auf Staurisiken. Kritiker sehen darin eine klare Bevorzugung des motorisierten Individualverkehrs gegenüber den Anforderungen eines inklusiven Stadtlebens.

Hartmut Graßl: Klimawandel erzwingt neues Zeitalter und US-Wahl als Wendepunkt

Der Physiker und Meteorologe Professor Hartmut Graßl betont in seiner aktuellen Analyse die Dringlichkeit des Pariser Abkommens. Er warnt davor, dass der menschgemachte Klimawandel bereits ein neues Zeitalter erzwungen hat, das jede natürliche Eiszeit verhindert. Zugleich sieht er in der Wahlniederlage der Republikaner in den USA eine wichtige Korrektur für die globale Klimapolitik.

Textgröße ändern: