Deutsche Tageszeitung - Ukraine-Krieg: USA erlassen neue Sanktionen gegen Russland und weitere Länder

Ukraine-Krieg: USA erlassen neue Sanktionen gegen Russland und weitere Länder


Ukraine-Krieg: USA erlassen neue Sanktionen gegen Russland und weitere Länder
Ukraine-Krieg: USA erlassen neue Sanktionen gegen Russland und weitere Länder / Foto: © AFP/Archiv

Wegen des Ukraine-Kriegs haben die Vereinigten Staaten weitere Sanktionen gegen 300 Banken, Netzwerke und weitere Ziele in Russland sowie Ländern wie China, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten verhängt. Die Strafmaßnahmen sollten Russlands verbleibende Beschaffungswege treffen, das betreffe auch wichtige Lieferungen aus Drittländern, sagte US-Finanzministerin Janet Yellen am Mittwoch.

Textgröße ändern:

Nach Angaben des US-Finanz- und Außenminsteriums sind unter den Betroffenen auch Institutionen, die an drei Projekten zu Flüssigerdgas (LNG) involviert sind, sowie die Moskauer Börse und mehrere Tochtergesellschaften. Dadurch sollen Transaktionen in Milliardenhöhe verkompliziert werden.

"Wir erhöhen das Risiko für finanzielle Institutionen, die in Russlands Kriegswirtschaft involviert sind, eliminieren Schlupflöcher und mindern Russlands Fähigkeit, vom Zugang zu ausländischer Technologie, Ausstattung, Software und IT-Dienstleistungen zu profitieren", sagte Yellen.

US-Außenminister Antony Blinken sagte, die Vereinigten Staaten seien besorgt über "das Ausmaß und die Vielfalt" der chinesischen Exporte nach Russland, die Russlands Militärindustrie unterstützten.

Bisher wurden ausländische Banken nur bestraft, wenn sie die russische Verteidigungsindustrie unterstützen. Mit den neuen Beschlüssen sollen auch Finanzinstitute getroffen werden, die Transaktionen vornehmen, an denen sanktionierte Personen oder russische Banken wie VTB oder Sberbank beteiligt sind. Die Liste der potenziell Betroffenen steigt damit laut Finanzministerium von 1000 auf 4500.

Die neuen Sanktionen betreffen laut Finanzministerium auch internationale Netzwerke, an denen mehr als 90 Personen und Institutionen in China, Südafrika, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten beteiligt sind. Das Handelsministerium gab zudem bekannt, es habe acht Adressen in Hongkong auf die Sanktionsliste gesetzt, um Briefkastenfirmen zu bestrafen.

Russland kündigte eine Reaktion auf die neue US-Sanktionswelle an. "Wie immer in diesen Fällen wird Russland solche eine aggressive Handlung nicht unbeantwortet lassen", sagte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa laut einem Bericht der staatlichen Nahrichtenagentur Tass. Die Börse in Moskau kündigte an, den Handel in Dollar und Euro einzustellen.

Die US-Ankündigungen erfolgten einen Tag vor Beginn des G7-Gipfels in Italien. Dort wollen die Staats- und Regierungschef sieben großer Industriestaaten dem Weißen Haus zufolge einen Plan vorstellen, der vorsieht, ein Darlehen für die Ukraine durch Zinsgewinne aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten zu finanzieren.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Gregor Gysi fordert Ausschluss von Vanessa Emde aus der Linksfraktion

Berlin – Jetzt schaltet sich auch Linken-Urgestein Gregor Gysi (78) in den Streit um Vanessa Emde ein! Der Bundestagsabgeordnete spricht sich offen für einen Rauswurf seiner umstrittenen Berliner Parteikollegin aus der Linksfraktion aus.

Stephen Miller übernimmt nach republikanischer Wahlniederlage Trumps Stabsführung

Nach der krachenden Wahlniederlage der Republikaner hat US-Präsident Donald Trump am Freitag seine Stabschefin Susie Wiles entlassen . Bereits am Montag soll ihr bisheriger Stellvertreter Stephen Miller die Leitung des Weissen Hauses übernehmen.

USA setzen Millionenbelohnung für Hinweise zu Irans Atomprogramm aus

Ausserdem sollen Hinweisgeber die Aussicht auf eine «mögliche Umsiedlung bekommen», wie es auf einer Webseite der US-Regierung heisst. Von Interesse seien Informationen über Anlagen, Ausrüstung und beteiligtes Personal wie Wissenschaftler sowie über Material, das weggeschafft worden sei.

Demokraten in Texas: Neue Hoffnung für das Gesundheitswesen nach historischem Wahlsieg

Mit dem Sieg von Gouverneurin Gina Hinojosa haben die Demokraten in Texas nach drei Jahrzehnten die Kontrolle zurückerlangt. Die neue Führung sieht sich nun mit der dringenden Aufgabe konfrontiert, die katastrophale Versorgungslage zu verbessern, während nur zwei Monate bis zur Legislaturperiode bleiben und republikanische Mehrheiten im Senat blockieren könnten.

Textgröße ändern: