Deutsche Tageszeitung - BDI-Chef Russwurm: AfD ist ein "Standortrisiko für Deutschland"

BDI-Chef Russwurm: AfD ist ein "Standortrisiko für Deutschland"


BDI-Chef Russwurm: AfD ist ein "Standortrisiko für Deutschland"
BDI-Chef Russwurm: AfD ist ein "Standortrisiko für Deutschland" / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Die AfD ist nach Ansicht des Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, eine Gefahr für die Unternehmen im Land. "Die AfD ist ein Standortrisiko für Deutschland", sagte er im "Handelsblatt" (Freitagsausgabe). Firmen, die weltweit agierten, wollten Konflikte im Zusammenhang mit Fremdenfeindlichkeit und fehlender Willkommenskultur vermeiden. Die AfD schrecke mit ihrer Rhetorik ab, sagte Russwurm weiter.

Textgröße ändern:

Ob man AfD Politikerinnen wie die Ko-Parteivorsitzende Alice Weidel "Nazi" nennen dürfe, wie es der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil kürzlich tat, müssten Gerichte entscheiden, fügte der Aufsichtsratschef von Thyssenkrupp hinzu. Aber für ihn sei klar, dass die AfD "glasklar für rechtsextreme Ideologien steht".

Die AfD ist in Teilen von Verfassungsschutzbehörden als gesichert rechtsextrem eingestuft. Die gesamte Partei wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall beobachtet.

Die AfD hatte am 9. Juni mit 15,9 Prozent bundesweit ihr bisher bestes Ergebnis bei einer Europawahl geholt. Zweieinhalb Monate vor den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen führt sie die Umfragen in beiden Bundesländern mit 30 beziehungsweise 28 Prozent Zustimmung knapp vor der CDU an.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Gregor Gysi fordert Ausschluss von Vanessa Emde aus der Linksfraktion

Berlin – Jetzt schaltet sich auch Linken-Urgestein Gregor Gysi (78) in den Streit um Vanessa Emde ein! Der Bundestagsabgeordnete spricht sich offen für einen Rauswurf seiner umstrittenen Berliner Parteikollegin aus der Linksfraktion aus.

Stephen Miller übernimmt nach republikanischer Wahlniederlage Trumps Stabsführung

Nach der krachenden Wahlniederlage der Republikaner hat US-Präsident Donald Trump am Freitag seine Stabschefin Susie Wiles entlassen . Bereits am Montag soll ihr bisheriger Stellvertreter Stephen Miller die Leitung des Weissen Hauses übernehmen.

USA setzen Millionenbelohnung für Hinweise zu Irans Atomprogramm aus

Ausserdem sollen Hinweisgeber die Aussicht auf eine «mögliche Umsiedlung bekommen», wie es auf einer Webseite der US-Regierung heisst. Von Interesse seien Informationen über Anlagen, Ausrüstung und beteiligtes Personal wie Wissenschaftler sowie über Material, das weggeschafft worden sei.

Demokraten in Texas: Neue Hoffnung für das Gesundheitswesen nach historischem Wahlsieg

Mit dem Sieg von Gouverneurin Gina Hinojosa haben die Demokraten in Texas nach drei Jahrzehnten die Kontrolle zurückerlangt. Die neue Führung sieht sich nun mit der dringenden Aufgabe konfrontiert, die katastrophale Versorgungslage zu verbessern, während nur zwei Monate bis zur Legislaturperiode bleiben und republikanische Mehrheiten im Senat blockieren könnten.

Textgröße ändern: