Deutsche Tageszeitung - Innenministerium: Reformer liegt bei Stichwahl um Präsidentschaft im Iran laut ersten Ergebnissen vorn

Innenministerium: Reformer liegt bei Stichwahl um Präsidentschaft im Iran laut ersten Ergebnissen vorn


Innenministerium: Reformer liegt bei Stichwahl um Präsidentschaft im Iran laut ersten Ergebnissen vorn
Innenministerium: Reformer liegt bei Stichwahl um Präsidentschaft im Iran laut ersten Ergebnissen vorn / Foto: © AFP

Bei der Stichwahl um die Präsidentschaft im Iran liegt ersten vom Innenministerium veröffentlichten Ergebnissen zufolge der Reform-Kandidat Massud Peseschkian vorn. Er habe bislang mehr als elf Millionen Stimmen erhalten, sagte Wahlbehördensprecher Mohsen Eslami laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna am Samstagmorgen. Hardliner Said Dschalili bekam demnach bislang rund neun Millionen Stimmen. Das Endergebnis soll im Laufe des Samstags bekanntgegeben werden.

Textgröße ändern:

Peseschkian und Dschalili kandidierten für die Nachfolge des am 19. Mai bei einem Hubschrauberabsturz tödlich verunglückten Amtsinhabers Ebrahim Raisi. Bei der ersten Runde in der vergangenen Woche war Peseschkian nach offiziellen Angaben auf 42,4 Prozent der Stimmen gekommen, Dschalili landete mit 38,6 Prozent auf Platz zwei. Da keiner der Kandidaten mehr als 50 Prozent der Stimmen erreichte, wurde am Freitag eine Stichwahl abgehalten.

Die Wahlbeteiligung hatte bei der ersten Runde bei lediglich 40 Prozent gelegen - dem niedrigsten Wert seit der islamischen Revolution im Jahr 1979. Insgesamt 61 Millionen Bürger waren zur Wahl aufgerufen.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Demokraten in Texas: Neue Hoffnung für das Gesundheitswesen nach historischem Wahlsieg

Mit dem Sieg von Gouverneurin Gina Hinojosa haben die Demokraten in Texas nach drei Jahrzehnten die Kontrolle zurückerlangt. Die neue Führung sieht sich nun mit der dringenden Aufgabe konfrontiert, die katastrophale Versorgungslage zu verbessern, während nur zwei Monate bis zur Legislaturperiode bleiben und republikanische Mehrheiten im Senat blockieren könnten.

Trump ernennt Stephen Miller zum Stabschef nach Midterm-Verlusten

US-Präsident Donald Trump hat Stephen Miller zum nächsten Stabschef im Weißen Haus ernannt. Die Entscheidung fällt kurz nach den Midterm-Wahlen, bei denen die Republikaner ihre Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses verloren haben. Miller folgt auf Susie Wiles, die ihren Rücktritt eingereicht hat.

RMT kündigt U-Bahn-Streiks von November bis Februar an

Die Gewerkschaft RMT hat für den Zeitraum von Ende November bis Februar Streiks an der Londoner U-Bahn angekündigt. Auslöser ist ein Streit über die Arbeitsbedingungen der Fahrer, insbesondere im Zusammenhang mit dem Vorschlag von Transport for London (TfL), eine vierwöchige Arbeitswoche einzuführen. Die Gewerkschaft wirft TfL vor, die Bedingungen zu verschlechtern, während das Verkehrsunternehmen dies bestreitet.

Klimawandel: Europäer fordern internationale Kooperation, lehnen persönliche Opfer ab

Eine aktuelle YouGov-Studie deckt ein Paradoxon im europäischen Klimaschutz auf: Die Mehrheit der Bevölkerung in sechs Ländern akzeptiert die menschgemachte Erderwärmung und fürchtet ihre Folgen, lehnt jedoch politische Maßnahmen ab, die mit hohen persönlichen Kosten oder Einschränkungen des Lebensstils verbunden sind. Stattdessen wird eine stärkere Koordinierung auf EU-Ebene bevorzugt.

Textgröße ändern: