Deutsche Tageszeitung - Weißes Haus weist Berichte über Parkinson-Behandlungen von Biden zurück

Weißes Haus weist Berichte über Parkinson-Behandlungen von Biden zurück


Weißes Haus weist Berichte über Parkinson-Behandlungen von Biden zurück
Weißes Haus weist Berichte über Parkinson-Behandlungen von Biden zurück / Foto: © AFP

Vor dem Hintergrund anhaltender Kritik an der Verfassung von US-Präsident Joe Biden hat das Weiße Haus Berichte zurückgewiesen, denen zufolge der 81-Jährige wegen Parkinson behandelt werde. Der Präsident sei weder wegen der Krankheit behandelt worden, noch nehme er deshalb Medikamente ein, sagte Sprecherin Karine Jean-Pierre am Montag. Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby, bekräftigte unterdessen mit Blick auf den anstehenden Nato-Gipfel in Washington, dass Bidens Führungsqualitäten von den Verbündeten nicht infrage gestellt würden.

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"Ist der Präsident wegen Parkinson behandelt worden? Nein. Wird er wegen Parkinson behandelt? Nein, wird er nicht. Nimmt er Medikamente gegen die Parkinson-Krankheit ein? Nein", betonte Jean Pierre in einer Pressekonferenz. Später veröffentlichte das Weiße Haus ein Schreiben von Bidens persönlichem Arzt Kevin O'Connor, worin dieser versichert, dass Biden abgesehen von seinen drei jährlichen Untersuchungen keinen Neurologen aufgesucht habe.

Zuvor hatte die "New York Times" berichtet, der auf Parkinson spezialisierte Neurologe Kevin Cannard habe zwischen Sommer 2023 und dem Frühling dieses Jahres achtmal das Weiße Haus besucht. Zudem sind diese Besuche in öffentlich zugänglichen Besucherprotokollen festgehalten.

Das Weiße Haus wies zudem Berichte über angebliche Besorgnis von Nato-Partnern über Bidens Führungsqualitäten zurück. Er glaube nicht, "dass das der Fall ist", antwortete der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Kirby, auf die Frage eines Journalisten. "Wir haben keinerlei Anzeichen dafür bei unseren Verbündeten entdeckt." Ab Dienstag kommen die Nato-Mitgliedstaaten zu einem Gipfel in Washington zusammen.

Biden sieht sich seit seinem desaströsen Auftritt im Fernsehduell mit seinem Rivalen Donald Trump Ende Juni mit einer immer weiter anschwellenden Debatte um seine mentale Eignung für das Präsidentenamt konfrontiert - auch in der eigenen Partei. Trotz der Kritik ist der mit 81 Jahren älteste Präsident der US-Geschichte nach eigenen Angaben "fest entschlossen", im Rennen für die Präsidentschaftswahl im November zu bleiben.

"Es ist Zeit, dass wir zusammenkommen, als vereinte Partei voranschreiten und Donald Trump besiegen", hieß es in einem am Montag bekannt gewordenen Schreiben des Amtsinhabers an die Mitglieder der Demokraten im Kongress. "Ich würde mich nicht erneut bewerben, wenn ich nicht absolut glauben würde, dass ich die beste Person bin, um Donald Trump 2024 zu schlagen", versicherte der Präsident.

Sein republikanischer Herausforderer Trump geht unterdessen davon aus, das Biden weiter im Rennen um das Weiße Haus bleiben wird. Im konservativen Sender Fox News sagte Trump, Biden habe "ein Ego und er will nicht aufhören". Weiter stichelte er, der US-Präsident habe in dem Fernsehduell "extrem blass" ausgesehen, "um es nett auszudrücken".

Während Biden am Dienstag die Nato-Verbündeten zu einer Feierstunde zum 75-jährigen Bestehen der Allianz empfangen wird, wollen die Demokraten in einer Fraktionssitzung über ihren Präsidentschaftskandidaten beraten. In den meisten Umfragen liegt Biden derzeit hinter Trump.

(P.Hansen--DTZ)

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