Deutsche Tageszeitung - Klinikkreise: Mehr als 20 Tote bei Angriff auf Schule im Gazastreifen

Klinikkreise: Mehr als 20 Tote bei Angriff auf Schule im Gazastreifen


Klinikkreise: Mehr als 20 Tote bei Angriff auf Schule im Gazastreifen
Klinikkreise: Mehr als 20 Tote bei Angriff auf Schule im Gazastreifen / Foto: © AFP

Bei einem Angriff auf eine Schule im südlichen Gazastreifen sind nach Angaben aus Klinikkreisen am Dienstag mindestens 27 Menschen getötet worden. Dutzende weitere Menschen seien bei dem Angriff auf den Eingang einer Schule in Abassan östlich von Chan Junis verletzt worden, hieß es aus der Quelle aus dem Nasser-Krankenhauses in Chan Junis. Dort wurden Verletzte behandelt. Die Al-Awda-Schule diente als Zufluchtsort für Vertriebene.

Textgröße ändern:

Die israelische Armee teilte auf Anfrage von AFP mit, die Informationen würden überprüft. Seit Samstag waren drei Schulen im Gazastreifen von israelischem Beschuss getroffen worden, in denen ebenfalls Vertriebene untergebracht waren. Nach Angaben der von der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas kontrollierten Behörden im Gazastreifen wurden dabei mindestens 20 Menschen getötet.

Die Armee zielte mit den Angriffen nach eigenen Angaben auf "Terroristen". Sie beschuldigte die Hamas, "systematisch internationales Recht zu brechen", indem sie zivile Strukturen für ihre Zwecke nutze und Bewohner des Gazastreifens als "menschliche Schutzschilde" missbrauche.

Der Krieg im Gazastreifen begann am 7. Oktober mit dem Großangriff von Kämpfern der Hamas und weiterer militanter Palästinensergruppen auf Israel. Dabei wurden nach israelischen Angaben 1195 Menschen getötet und 251 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.

Als Reaktion auf den Überfall geht Israel seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden dabei bislang mehr als 38.200 Menschen getötet.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Demokraten in Texas: Neue Hoffnung für das Gesundheitswesen nach historischem Wahlsieg

Mit dem Sieg von Gouverneurin Gina Hinojosa haben die Demokraten in Texas nach drei Jahrzehnten die Kontrolle zurückerlangt. Die neue Führung sieht sich nun mit der dringenden Aufgabe konfrontiert, die katastrophale Versorgungslage zu verbessern, während nur zwei Monate bis zur Legislaturperiode bleiben und republikanische Mehrheiten im Senat blockieren könnten.

Trump ernennt Stephen Miller zum Stabschef nach Midterm-Verlusten

US-Präsident Donald Trump hat Stephen Miller zum nächsten Stabschef im Weißen Haus ernannt. Die Entscheidung fällt kurz nach den Midterm-Wahlen, bei denen die Republikaner ihre Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses verloren haben. Miller folgt auf Susie Wiles, die ihren Rücktritt eingereicht hat.

RMT kündigt U-Bahn-Streiks von November bis Februar an

Die Gewerkschaft RMT hat für den Zeitraum von Ende November bis Februar Streiks an der Londoner U-Bahn angekündigt. Auslöser ist ein Streit über die Arbeitsbedingungen der Fahrer, insbesondere im Zusammenhang mit dem Vorschlag von Transport for London (TfL), eine vierwöchige Arbeitswoche einzuführen. Die Gewerkschaft wirft TfL vor, die Bedingungen zu verschlechtern, während das Verkehrsunternehmen dies bestreitet.

Klimawandel: Europäer fordern internationale Kooperation, lehnen persönliche Opfer ab

Eine aktuelle YouGov-Studie deckt ein Paradoxon im europäischen Klimaschutz auf: Die Mehrheit der Bevölkerung in sechs Ländern akzeptiert die menschgemachte Erderwärmung und fürchtet ihre Folgen, lehnt jedoch politische Maßnahmen ab, die mit hohen persönlichen Kosten oder Einschränkungen des Lebensstils verbunden sind. Stattdessen wird eine stärkere Koordinierung auf EU-Ebene bevorzugt.

Textgröße ändern: