Deutsche Tageszeitung - Früherer Vize von Trump betet für dessen Genesung

Früherer Vize von Trump betet für dessen Genesung


Früherer Vize von Trump betet für dessen Genesung
Früherer Vize von Trump betet für dessen Genesung / Foto: © AFP

Der ehemalige Vizepräsident von Donald Trump, Mike Pence, betet eigenen Angaben zufolge für die Genesung des Ex-Präsidenten, nachdem dieser einem Mordversuch nur knapp entgangen ist. Er "danke Gott", dass Donald Trump in Sicherheit sei und bete "für seine Genesung und für diejenigen, die bei diesem schrecklichen Angriff getötet oder verletzt wurden", erklärten Mike Pence und seine Ehefrau Karen am Sonntag gemeinsam im Onlinedienst X.

Textgröße ändern:

"Politische Gewalt hat keinen Platz in Amerika" und müsse "allgemein verurteilt werden", fügte Pence hinzu, der seit einigen Jahren mit Trump im Clinch liegt.

Der erzkonservative Politiker und evangelikale Christ Pence war Trump in vier Jahren im Weißen Haus ein loyaler Stellvertreter gewesen. Die Kapitol-Erstürmung vom 6. Januar 2021 führte aber zum Bruch zwischen den beiden Republikanern.

Pence hatte sich damals Trumps Forderung verweigert, eine Bestätigung des Siegs des Demokraten Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl 2020 im Kongress zu blockieren. Einige der Trump-Anhänger, die damals das Kapitol stürmten, wollten auch Pence lynchen. Pence hat Trump seitdem immer wieder scharf kritisiert und erklärt, dass der Rechtspopulist nicht wieder Präsident werden dürfe.

Trump war am Samstag bei einer Wahlkampfkundgebung im US-Bundesstaat Pennsylvania angeschossen worden. Der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner wurde dabei leicht am Ohr verletzt. Außer dem mutmaßlichen Schützen wurde nach offiziellen Angaben auch ein Zuschauer getötet, zwei weitere wurden schwer verletzt.

Der versuchte Mordanschlag löste weltweit Bestürzung aus: US-Präsident Joe Biden sowie andere Politiker in den USA und aller Welt sprachen sich gegen jegliche Form von Gewalt in der Politik aus und warnten vor einer Gefahr für die Demokratie.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Trump ernennt Stephen Miller zum Stabschef nach Midterm-Verlusten

US-Präsident Donald Trump hat Stephen Miller zum nächsten Stabschef im Weißen Haus ernannt. Die Entscheidung fällt kurz nach den Midterm-Wahlen, bei denen die Republikaner ihre Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses verloren haben. Miller folgt auf Susie Wiles, die ihren Rücktritt eingereicht hat.

RMT kündigt U-Bahn-Streiks von November bis Februar an

Die Gewerkschaft RMT hat für den Zeitraum von Ende November bis Februar Streiks an der Londoner U-Bahn angekündigt. Auslöser ist ein Streit über die Arbeitsbedingungen der Fahrer, insbesondere im Zusammenhang mit dem Vorschlag von Transport for London (TfL), eine vierwöchige Arbeitswoche einzuführen. Die Gewerkschaft wirft TfL vor, die Bedingungen zu verschlechtern, während das Verkehrsunternehmen dies bestreitet.

Klimawandel: Europäer fordern internationale Kooperation, lehnen persönliche Opfer ab

Eine aktuelle YouGov-Studie deckt ein Paradoxon im europäischen Klimaschutz auf: Die Mehrheit der Bevölkerung in sechs Ländern akzeptiert die menschgemachte Erderwärmung und fürchtet ihre Folgen, lehnt jedoch politische Maßnahmen ab, die mit hohen persönlichen Kosten oder Einschränkungen des Lebensstils verbunden sind. Stattdessen wird eine stärkere Koordinierung auf EU-Ebene bevorzugt.

Todesfall von Eva Geller erhöht Opferzahl der Bondi-Strand-Massaker auf 16

Das Massaker an der Bondi Beach in Sydney hat nun offiziell 16 Todesopfer gefordert. Elf Monate nach dem Terroranschlag ist die 90-jährige Eva Geller, eine Holocaust-Überlebende, ihren Verletzungen erlegen. Ihr Tod erhöht die Opferzahl und rückt den langfristigen Einfluss des Angriffs auf das kollektive Gedächtnis Australiens in den Fokus.

Textgröße ändern: