Deutsche Tageszeitung - DAK: Fehltage durch psychische Krankheiten in erstem Halbjahr 2024 stark gestiegen

DAK: Fehltage durch psychische Krankheiten in erstem Halbjahr 2024 stark gestiegen


DAK: Fehltage durch psychische Krankheiten in erstem Halbjahr 2024 stark gestiegen
DAK: Fehltage durch psychische Krankheiten in erstem Halbjahr 2024 stark gestiegen / Foto: © AFP/Archiv

Die Zahl der Fehltage wegen psychischer Krankheiten ist im ersten Halbjahr 2024 stark gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es 14,3 Prozent mehr Arbeitsausfälle aufgrund von Depressionen oder Anpassungsstörungen, wie die Krankenkasse DAK-Gesundheit am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Beide Erkrankungen verursachten rund 182 Fehltage pro 100 Versicherte. Frauen waren zu 21 Prozent von psychischen Erkrankungen betroffen, Männer zu 14,5 Prozent.

Textgröße ändern:

Auch insgesamt lag der Krankenstand zwischen Januar und Juni mit 5,7 Prozent auf einem Rekordniveau. Jeder bei der Kasse erwerbstätige Versicherte kam im Schnitt auf rund zehn Fehltage. Die Hälfte von ihnen war von Januar bis einschließlich Juni mindestens einmal krankgeschrieben.

Mit 19 Prozent hatten Atemwegserkrankungen den größten Anteil an den Fehltagen. Auf dem zweiten Platz folgten Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 17,7 Prozent. Die Erkrankungsgruppe, in der Coronainfektionen erfasst werden, hatte einen Anteil von 3,9 Prozent und war im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rückläufig.

Zwischen den Berufsgruppen gab es teils erhebliche Unterschiede: Besonders viele Fehltage hatten Beschäftigte in Alten- und Pflegeheimen. Im Schnitt kamen sie pro Kopf auf 13,7 Tage. Beschäftigte aus Informatik-, Informations- und Kommunikationstechnologieberufen kamen im Vergleich dazu nur auf rund die Hälfte.

"Der weitere Anstieg der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen ist besorgniserregend", erklärte DAK-Vorstandschef Andreas Storm. Er forderte Arbeitgeber dazu auf, sich verstärkt mit der psychischen Gesundheit ihrer Belegschaft zu beschäftigen. Der Erhebung lagen Daten von 2,25 Millionen erwerbstätigen Versicherten zugrunde.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Trump ernennt Stephen Miller zum Stabschef nach Midterm-Verlusten

US-Präsident Donald Trump hat Stephen Miller zum nächsten Stabschef im Weißen Haus ernannt. Die Entscheidung fällt kurz nach den Midterm-Wahlen, bei denen die Republikaner ihre Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses verloren haben. Miller folgt auf Susie Wiles, die ihren Rücktritt eingereicht hat.

RMT kündigt U-Bahn-Streiks von November bis Februar an

Die Gewerkschaft RMT hat für den Zeitraum von Ende November bis Februar Streiks an der Londoner U-Bahn angekündigt. Auslöser ist ein Streit über die Arbeitsbedingungen der Fahrer, insbesondere im Zusammenhang mit dem Vorschlag von Transport for London (TfL), eine vierwöchige Arbeitswoche einzuführen. Die Gewerkschaft wirft TfL vor, die Bedingungen zu verschlechtern, während das Verkehrsunternehmen dies bestreitet.

Klimawandel: Europäer fordern internationale Kooperation, lehnen persönliche Opfer ab

Eine aktuelle YouGov-Studie deckt ein Paradoxon im europäischen Klimaschutz auf: Die Mehrheit der Bevölkerung in sechs Ländern akzeptiert die menschgemachte Erderwärmung und fürchtet ihre Folgen, lehnt jedoch politische Maßnahmen ab, die mit hohen persönlichen Kosten oder Einschränkungen des Lebensstils verbunden sind. Stattdessen wird eine stärkere Koordinierung auf EU-Ebene bevorzugt.

Todesfall von Eva Geller erhöht Opferzahl der Bondi-Strand-Massaker auf 16

Das Massaker an der Bondi Beach in Sydney hat nun offiziell 16 Todesopfer gefordert. Elf Monate nach dem Terroranschlag ist die 90-jährige Eva Geller, eine Holocaust-Überlebende, ihren Verletzungen erlegen. Ihr Tod erhöht die Opferzahl und rückt den langfristigen Einfluss des Angriffs auf das kollektive Gedächtnis Australiens in den Fokus.

Textgröße ändern: