Deutsche Tageszeitung - UNO und NGOs fordern Freilassung "willkürlich" festgenommener Mitarbeiter im Jemen

UNO und NGOs fordern Freilassung "willkürlich" festgenommener Mitarbeiter im Jemen


UNO und NGOs fordern Freilassung "willkürlich" festgenommener Mitarbeiter im Jemen
UNO und NGOs fordern Freilassung "willkürlich" festgenommener Mitarbeiter im Jemen / Foto: © AFP/Archiv

Die UNO und Nichtregierungsorganisationen haben gegen "willkürliche" Festnahmen im Jemen protestiert. "Wir sind extrem besorgt über den berichteten Rückgriff auf 'strafrechtliche Verfolgung' durch die De-facto-Regierung der Huthi-Miliz", hieß es in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung, die die Leiter mehrerer UN-Organisationen und internationaler NGOs unterschrieben. Es gebe "eine bedeutende Zahl an willkürlich festgenommenen Kollegen".

Textgröße ändern:

Zu den Unterzeichnern der Protestnote gehören der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, die Direktorin der UN-Kultur- und Bildungsorganisation Unesco, Audrey Azoulay, UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk und der Chef der Hilfsorganisation Oxfam International, Amitabh Behar. Sie forderten eindringlich "die sofortige und bedingungslose Freilassung" aller festgenommenen UN- und NGO-Mitarbeiter.

Seit dem Beginn des Bürgerkriegs im Jemen 2014 haben die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen hunderte Zivilisten willkürlich inhaftiert und gefoltert, darunter Mitarbeiter der Vereinten Nationen und von Hilfsorganisationen. Im Juni 2024 nahmen die von der Huthi-Miliz geführten Behörden 13 UN-Mitarbeiter und mehr als 50 NGO-Mitarbeiter fest. Ihnen wird vorgeworfen, Mitglieder eines "US-israelischen Spionagenetzwerks" zu sein. Die Vereinten Nationen weisen diesen Vorwurf zurück.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Zwei Tage vor US-Kongresswahlen: Trump bekräftigt Drohung gegen Iran

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat Präsident Donald Trump seine Drohung bekräftigt, die Angriffe gegen den Iran wieder aufzunehmen. "Der einzige Grund, warum ich mit dem Iran noch nicht fertig bin, ist, dass ich nett sein will", sagte Trump am Sonntag vor Anhängern bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Er wolle "all diese Leben retten". "Aber irgendwann werden wir ihnen einen harten Schlag versetzen müssen."

Koalitiongespräche für mögliche rot-grün-rote Regierung in Berlin starten

In Berlin starten am Montag (10.00 Uhr) die Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer möglichen rot-grün-roten Regierung. Dazu kommen die Verhandler von Linken, Grünen und SPD nach Parteiangaben im Abgeordnetenhaus zusammen. Dazu gehören unter anderem auch die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, SPD-Landeschef Steffen Krach und Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf.

Russlandfreundliche Amtsinhaberin Jotowa klare Siegerin bei Präsidentenwahl in Bulgarien

Richtungsentscheidung bei der Präsidentschaftswahl in Bulgarien: Die russlandfreundliche Amtsinhaberin Ilijana Jotowa hat die Stichwahl in dem EU- und Nato-Mitgliedsland am Sonntag klar für sich entschieden. Laut Prognosen setzte sich die Staatschefin mit deutlichem Vorsprung gegen ihren pro-westlichen Herausforderer Andrej Gjurow durch. Dieser räumte noch am Wahlabend seine Niederlage ein. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gratulierte Jotowa zu ihrem Wahlsieg.

"Heat"-Regisseur Michael Mann verletzt sich versehentlich mit Schusswaffe

Hollywood-Regisseur Michael Mann ist berühmt für spektakuläre Schusswechsel in Thrillern wie "Heat" und "Collateral". Jetzt hat sich der 83-jährige Filmemacher selbst versehentlich mit einer Schusswaffe leicht verletzt. Wie Manns Agent am Sonntag mitteilte, löste sich an einem Schießstand in Los Angeles ein Schuss aus einer Waffe, die der Regisseur im Halfter trug. Mann habe eine "oberflächliche Verletzung" erlitten und sei medizinisch behandelt worden.

Textgröße ändern: