Deutsche Tageszeitung - US-Regierung stellt Sicherheitsstrategie zum Umgang mit KI vor

US-Regierung stellt Sicherheitsstrategie zum Umgang mit KI vor


US-Regierung stellt Sicherheitsstrategie zum Umgang mit KI vor
US-Regierung stellt Sicherheitsstrategie zum Umgang mit KI vor / Foto: © AFP

Die US-Regierung hat am Donnerstag eine nationale Sicherheitsstrategie zum Umgang mit den Herausforderungen durch die Künstliche Intelligenz (KI) vorgestellt. Das Memorandum zur Nationalen Sicherheit (NSM) soll den Rahmen dafür schaffen, dass die Technologie einerseits weiterentwickelt wird, um der militärischen Nutzung von KI durch Gegner wie China entgegenzuwirken. Zum anderen sind klare und wirksame Sicherheitsvorkehrungen vorgesehen, die das Vertrauen der Öffentlichkeit in die KI-Nutzung festigen sollen.

Textgröße ändern:

"KI hat ganz klar Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der nationalen Sicherheit, etwa bei der Cybersicherheit und der Spionageabwehr", sagte ein ranghoher Regierungsvertreter in Washington. Länder wie China hätten die Möglichkeiten erkannt, mit KI "ihre eigenen militärischen und geheimdienstlichen Fähigkeiten zu modernisieren und zu revolutionieren".

Die US-Dienste gehen davon aus, dass die sich rasch entwickelnde KI-Technologie einen militärischen und geheimdienstlichen Wettbewerb zwischen den Weltmächten auslösen wird. Daher sei es von großer Bedeutung, dass die USA die Übernahme und Nutzung modernster KI-Fähigkeiten durch die nationalen Sicherheitsdienste beschleunigen, "um unseren Wettbewerbsvorteil zu erhalten", sagte der Regierungsvertreter.

US-Präsident Joe Biden hatte vor einem Jahr den Nationalen Sicherheitsrat und den Stabschef des Weißen Hauses mit der Ausarbeitung des Memorandums beauftragt. "Wir glauben, dass wir unseren Gegnern überlegen sein müssen und die Bedrohung durch den gegnerischen Einsatz von KI entschärfen müssen", sagte der Regierungsvertreter. Das Memorandum solle sicherstellen, dass die US-Behörden "die Anwendung auf intelligente und verantwortungsvolle Weise" beschleunigen.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

USA, Südkorea und Japan fordern "vollständige Denuklearisierung" Nordkoreas

US-Außenminister Marco Rubio und seine Kollegen aus Südkorea und Japan haben eine "vollständige Denuklearisierung" Nordkoreas gefordert. Rubio, der südkoreanische Außenminister Cho Hyun und der japanische Chefdiplomat Toshimitsu Motegi "bekräftigten ihre entschlossene Verpflichtung zur vollständigen Denuklearisierung" Nordkoreas bei Gesprächen am Freitag am Rande des G20-Außenministertreffens in den USA, wie das US-Außenministerium am Samstag mitteilte.

UN-Mission in Somalia nach mehr als 30 Jahren beendet

Nach mehr als drei Jahrzehnten diplomatischer Friedensbemühungen der Vereinten Nationen in Somalia ist die Untmis-Mission am Samstag offiziell zu Ende gegangen. Das ostafrikanische Land habe in den vergangenen Jahren "beträchtliche Fortschritte" gemacht, "auch wenn erhebliche Herausforderungen bestehen bleiben", erklärte Untmis-Leiter Raisedon Zenenga. Somalische Institutionen sollten nun die meisten der bisher von der UNo ausgeführten Aufgaben übernehmen.

Burnham "offen" für Entschuldigung für britische Rolle im Sklavenhandel

Der britische Premierminister Andy Burnham ist nach eigenen Worten "offen" für eine formelle Entschuldigung für die britische Rolle im früheren transatlantischen Sklavenhandel. "Ich möchte mein Bedauern und mein Mitgefühl für den Schmerz und das Leid so vieler Millionen Menschen ausdrücken", schrieb Burnham am Samstag in einem Gastbeitrag im "Guardian". Reparationen schloss Burnham aber ausdrücklich aus.

Linken-Parteitag: Eralp gibt nach "Angst"-Bericht "Schutzversprechen"

Die Berliner Linken-Spitzenpolitikerin Elif Eralp hat nach dem "Spiegel"-Bericht über ihre Angst vor Hamas-Sympathisanten ein "Schutzversprechen" für die Menschen in Berlin abgegeben. "Ich möchte eine Politik für alle Menschen machen, denn jeder verdient ein gutes Leben in Sicherheit und in Würde", sagte Eralp am Samstag auf einem Linken-Landesparteitag in Berlin. Dieser soll die Koalitionsverhandlungen der Linken mit Grünen und SPD beschließen.

Textgröße ändern: