Deutsche Tageszeitung - Brics-Gipfel in Russland: Guterres fordert "gerechten Frieden" in der Ukraine

Brics-Gipfel in Russland: Guterres fordert "gerechten Frieden" in der Ukraine


Brics-Gipfel in Russland: Guterres fordert "gerechten Frieden" in der Ukraine
Brics-Gipfel in Russland: Guterres fordert "gerechten Frieden" in der Ukraine / Foto: © POOL/AFP

UN-Generalsekretär António Guterres hat beim Gipfeltreffen der sogenannten Brics-Staaten im russischen Kasan einen "gerechten Frieden" in der Ukraine gefordert. "Wir brauchen Frieden in der Ukraine. Einen gerechten Frieden im Einklang mit der UN-Charta, dem Völkerrecht und den Resolutionen der Generalversammlung", sagte Guterres am Donnerstag. Er sprach am Abschlusstag des vom russischen Präsidenten Wladimir Putin ausgerichteten Gipfels. Russland hatte im Februar 2022 die Offensive in der Ukraine gestartet.

Textgröße ändern:

Der UN-Generalsekretär forderte zudem eine "sofortige" Waffenruhe im Gazastreifen und eine "sofortige" Einstellung der Kämpfe im Libanon. "Es braucht eine Gemeinschaft von Nationen, die als eine globale Familie zusammenarbeiten, um globale Herausforderungen anzugehen", sagte Guterres.

"Der Generalsekretär hat gesagt, dass wir alle als eine große Familie leben sollten. In Familien gibt es leider oft Streit, Skandale, Aufteilung des Eigentums und manchmal sogar Kämpfe", reagierte Putin mit einem Grinsen.

Guterres wollte am Donnerstag zudem bilaterale Gespräche mit Putin führen. Dabei wollte er seine Position zur Ukraine bekräftigen, wie sein Sprecher sagte.

Es war Guterres' erster Besuch in Russland seit April 2022, mehrere Wochen nach Beginn der russischen Militäroffensive in der Ukraine. Kiew hatte die Entscheidung, Russland zu besuchen, verurteilt und Putin als "Verbrecher" bezeichnet.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Burnham "offen" für Entschuldigung für britische Rolle im Sklavenhandel

Der britische Premierminister Andy Burnham ist nach eigenen Worten "offen" für eine formelle Entschuldigung für die britische Rolle im früheren transatlantischen Sklavenhandel. "Ich möchte mein Bedauern und mein Mitgefühl für den Schmerz und das Leid so vieler Millionen Menschen ausdrücken", schrieb Burnham am Samstag in einem Gastbeitrag im "Guardian". Reparationen schloss Burnham aber ausdrücklich aus.

Linken-Parteitag: Eralp gibt nach "Angst"-Bericht "Schutzversprechen"

Die Berliner Linken-Spitzenpolitikerin Elif Eralp hat nach dem "Spiegel"-Bericht über ihre Angst vor Hamas-Sympathisanten ein "Schutzversprechen" für die Menschen in Berlin abgegeben. "Ich möchte eine Politik für alle Menschen machen, denn jeder verdient ein gutes Leben in Sicherheit und in Würde", sagte Eralp am Samstag auf einem Linken-Landesparteitag in Berlin. Dieser soll die Koalitionsverhandlungen der Linken mit Grünen und SPD beschließen.

Protesttag in Frankreich: Streit um Route von zentralem Demonstrationszug in Paris

Unmittelbar vor neuen angekündigten Großkundgebungen gegen hohe Lebenshaltungskosten am Samstag in Frankreich gibt es Streit um die Route des zentralen Demonstrationszugs in der Hauptstadt Paris. Die gerichtliche Verlegung der Streckenführung sei eine "schwerwiegende Infragestellung unserer Rechte", erklärte der Studierendenverband Fage. Die Interessenvertretung der Studierenden werde sich nun beraten, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

Parteitag der Linken in Berlin: Eralp sieht ihre Partei geeint

Vor dem Landesparteitag der Berliner Linken sieht Spitzenkandidatin Elif Eralp ihre Partei geeint. Sie glaube, "dass die Partei mit ganz, ganz großer Mehrheit sich hinter mich stellen wird", sagte Eralp am Samstagmorgen dem Sender rbb24 Inforadio. "Ich habe Aufrufe von vielen, vielen Menschen aus der Partei bundesweit, dass sie zu 100 Prozent hinter mir stehen und mich unterstützen auf dem Weg ins Rote Rathaus."

Textgröße ändern: