Deutsche Tageszeitung - Medienbericht: Mehr Einbürgerungsanträge seit neuem Staatsangehörigkeitsrecht

Medienbericht: Mehr Einbürgerungsanträge seit neuem Staatsangehörigkeitsrecht


Medienbericht: Mehr Einbürgerungsanträge seit neuem Staatsangehörigkeitsrecht
Medienbericht: Mehr Einbürgerungsanträge seit neuem Staatsangehörigkeitsrecht / Foto: © AFP/Archiv

Die Zahl der Einbürgerungsanträge ist einem Medienbericht zufolge binnen zwei Jahren deutlich gestiegen. Wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf eine Umfrage unter den 25 größten Städten schreibt, wurde ein Anstieg um rund 50 Prozent festgestellt. Mehrere Städte verzeichneten demnach vor allem seit Inkrafttreten des neuen Staatsangehörigkeitsrechts im Juni mehr Anträge.

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Die Reform soll Einbürgerungen beschleunigen und ermöglicht doppelte Staatsbürgerschaften grundsätzlich. Die Einbürgerung von Menschen, die nicht für den eigenen Lebensunterhalt aufkommen können oder sich nicht zur freiheitlich demokratischen Grundordnung in Deutschland bekennen, wird hingegen erschwert.

20 Kommunen nannten der Zeitung zufolge konkrete Zahlen. Demnach stellten im Jahr 2022 insgesamt 81.007 Personen einen Einbürgerungsantrag, im aktuellen Jahr seien es bereits 122.882 gewesen. Dabei hätten die Behörden Probleme, mit der Bearbeitung hinterherzukommen. Mehr als 217.000 Anträge seien allein in 20 dieser Städte anhängig.

Ausländer warteten mitunter Jahre auf einen deutschen Pass. Mehrere Städte hätten 18 Monate Bearbeitungszeit als realistisch genannt, einige auch deutlich längere Zeiten.

Migrationsexperte Hans Vorländer, Vorsitzender des Sachverständigenrats Integration und Migration, kritisierte in der "Wams" das Verhalten einiger Städte. "Manche Kommunen verzögern die Annahme von Einbürgerungsanträgen, um Untätigkeitsklagen entgegenzuwirken", sagte er der Zeitung. "Diese Klagen werden aber kommen."

(U.Kabuchyn--DTZ)

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