Deutsche Tageszeitung - Baerbock bekräftigt Unterstützung für die Ukraine "gerade am Vorabend der US-Wahl"

Baerbock bekräftigt Unterstützung für die Ukraine "gerade am Vorabend der US-Wahl"


Baerbock bekräftigt Unterstützung für die Ukraine "gerade am Vorabend der US-Wahl"
Baerbock bekräftigt Unterstützung für die Ukraine "gerade am Vorabend der US-Wahl" / Foto: © AFP

Mit Blick auf die US-Präsidentschaftswahl am Dienstag hat Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) der Ukraine bei einem Besuch in Kiew die unerschütterliche Unterstützung Deutschlands zugesichert. "Wir als Deutsche Bundesrepublik, als größtes Land Europas, wissen um unsere Verantwortung", betonte die Außenministerin am Montag nach einem Treffen mit ihrem ukrainischen Amtskollegen Andrij Sybiga. Das wolle sie "gerade hier in Kiew und am Vorabend der Wahl in den USA" noch einmal deutlich machen.

Textgröße ändern:

Deutschland gehört neben den USA zu den wichtigsten Unterstützern der Ukraine. Sollte bei der US-Wahl am Dienstag der Republikaner Donald Trump gewinnen, droht der Ukraine der Wegfall entscheidender Unterstützung. Trump ist im Gegensatz zu der demokratischen Kandidatin Kamala Harris ein entschiedener Gegner der US-Milliardenhilfen für Kiew.

Baerbock räumte ein, dass es auch in Deutschland Debatten gebe, die in der Ukraine "erschreckend" klingen dürften, weil "der Aggressor und Ihr als Opfer" verwechselt und die deutsche Unterstützung für den Frieden und die Freiheit Kiews angezweifelt würden. "Wir stehen fest an Eurer Seite, solange Ihr uns braucht", betonte die Ministerin. Die Ukraine habe weltweit starke Freunde und Partner.

Die Außenministerin war am Montag zum achten Mal seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 in die Ukraine gereist. Mit Blick auf den dritten Kriegswinter kündigte Baerbock an, die humanitäre Soforthilfe noch einmal aufzustocken und 200 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung zu stellen.

"So können auch frontnahe Häuser ohne Energieversorgung Brennstoff erhalten", sagte sie. Zudem könnten die Menschen mit dem Nötigsten wie Decken und warmen Mänteln gegen die eisigen Temperaturen ausgestattet werden. Zudem sicherte die Ministerin Kiew weitere Unterstützung bei der Luftverteidigung zu.

Dem Auswärtigen Amt zufolge hat die Bundesregierung die Ukraine seit Kriegsbeginn insgesamt mit mehr als 37,32 Milliarden Euro an bilateraler Hilfe unterstützt, im zivilen wie im militärischen Bereich.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Nach Auszählung aller Stimmen: Netanjahu-Block bei Israel-Wahl vorn - aber ohne Mehrheit

Drei Tage nach der Parlamentswahl in Israel hat der rechtsreligiöse Block von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die meisten Stimmen errungen, verfehlt aber klar die für die Regierungsbildung erforderliche Mehrheit. Laut dem in der Nacht zu Freitag von der israelischen Wahlkommission veröffentlichten offiziellen Ergebnis bleibt Netanjahus Likud-Partei mit 27 Abgeordneten stärkste Partei, sein Bündnis kommt nach Auszählung aller Stimmen auf 53 Sitze.

Erneute Proteste am Samstag: Frankreich mobilisiert 70.000 Polizisten

Mit einem massiven Polizeiaufgebot bereiten sich die französischen Behörden auf einen erneuten Protesttag am kommenden Samstag vor. Rund 70.000 Polizisten sollten eingesetzt werden, sagte Innenminister Laurent Nuñez am Donnerstag. Es bestehe ein "sehr hohes Risiko von Störungen der öffentlichen Ordnung".

Nach Rückkehr nach Venezuela: Machado dankt Trump für Sturz Maduros

Die venezolanische Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado hat US-Präsident Donald Trump für den US-Militäreinsatz zum Sturz des damaligen Staatschefs Nicolás Maduro gedankt. "Dank Ihrer Weitsicht, Ihres Mutes und Ihres Handelns am 3. Januar ist das Tor zur Freiheit aufgestoßen worden", sagte Machado am Donnerstag auf ihrer ersten Pressekonferenz nach ihrer Rückkehr nach Venezuela vor wenigen Tagen.

Weltklimarat soll im Dezember über nächsten Sachstandsbericht beraten

Nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen über den Zeitplan für den nächsten großen Sachstandsbericht will der Weltklimarat (IPCC) Anfang Dezember erneut über noch offene Fragen beraten. Bei der virtuell abgehaltenen Sitzung vom 1. bis zum 3. Dezember solle über die Veröffentlichung des nächsten Sachstandsberichts sowie über den Haushalt beraten werden, erklärte der Weltklimarat am Donnerstag.

Textgröße ändern: