Deutsche Tageszeitung - Baerbock: Müssen jetzt "Sicherheit in unsicheren Zeiten" geben

Baerbock: Müssen jetzt "Sicherheit in unsicheren Zeiten" geben


Baerbock: Müssen jetzt "Sicherheit in unsicheren Zeiten" geben
Baerbock: Müssen jetzt "Sicherheit in unsicheren Zeiten" geben / Foto: © AFP

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat die Parteien in Koalition und Opposition aufgerufen, sich auch in Wahlkampfzeiten auf ihre staatspolitische Verantwortung zu besinnen. Deutschland sei "tief verunsichert", sagte Baerbock am Mittwoch im Bundestag. "Deswegen geht es jetzt darum, Sicherheit in unsicheren Zeiten zu geben." Es komme darauf an, das Land nicht "schlechtzureden", sondern zu stärken, mahnte Baerbock. "Unser wunderbares Land ist so stark, wie wir demokratischen Parteien es jetzt gerade machen."

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"Mit plumpen Schuldzuweisungen, mit einem Lagerwahlkampf, mit Beschimpfungen werden wir definitiv nicht weiter kommen", fuhr die Außenministerin fort. Die Grünen wollten nicht mitmachen beim "Wettbewerb 'Wer redet Deutschland schlechter'", versicherte sie. Es sei an der Zeit, sich an "alte Tugenden" zu erinnern, nämlich "Anstand, Rückgrat, Verantwortung, die über den Tag hinausgeht".

Gerade in "Zeiten von noch größerer Verunsicherung" müssten die demokratischen Parteien "jetzt gemeinsam überlegen, wie können wir genau das schützen, was dieses Land zusammenhält: den starken Sozialstaat, die Freiheit und Demokratie, die Rechtsstaatlichkeit, staatliche Institutionen", forderte die Grünen-Politikerin.

Als zentrales Thema der kommenden Wochen und Monate nannte Baerbock die "Sicherung des Friedens in Europa". Nötig sei ein "Kraftakt für Investitionen in unsere Sicherheit". Daneben bezeichnete Baerbock die Klimakrise als "größte Sicherheitsgefahr auf dieser ganzen Welt".

Baerbock war kurzfristig als Rednerin in der Bundestagsdebatte eingesprungen. Eigentlich hätte Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) sprechen sollen - er kam jedoch wegen einer Flugzeugpanne nicht rechtzeitig von einer Reise nach Portugal zurück nach Berlin.

(Y.Leyard--DTZ)

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