Deutsche Tageszeitung - Unterbrochene Unterwasser-Telefonkabel: Pistorius geht von "Sabotage" aus

Unterbrochene Unterwasser-Telefonkabel: Pistorius geht von "Sabotage" aus


Unterbrochene Unterwasser-Telefonkabel: Pistorius geht von "Sabotage" aus
Unterbrochene Unterwasser-Telefonkabel: Pistorius geht von "Sabotage" aus / Foto: © AFP

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) geht davon aus, dass die Unterbrechung von Unterwasser-Telefonkabeln unter anderem zwischen Deutschland und Finnland auf "Sabotage" zurückzuführen ist. "Niemand glaubt, dass diese Kabel aus Versehen durchtrennt worden sind", sagte Pistorius am Rande des EU-Verteidigungsministertreffens in Brüssel am Dienstag.

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Es müsse davon ausgegangen werden, "ohne konkret zu wissen, von wem es kommt, dass es sich um eine hybride Aktion handelt", fuhr der Minister fort. "Und wir müssen auch davon ausgehen, ohne es schon zu wissen, versteht sich, dass es sich um Sabotage handelt."

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sagte in Berlin, die "hohe Bedrohungslage" werde "sehr, sehr ernst" genommen. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) sei im Austausch mit den finnischen Behörden. "Wir sind als Behörden noch nicht beteiligt, haben aber Hilfe angeboten zur Unterstützung, zur Aufklärung dieses Falles."

Der finnische Technologiekonzern Cinia hatte zuvor mitgeteilt, dass aus ungeklärten Gründen ein Unterwasserkabel zwischen Deutschland und Finnland durchtrennt sei. Der Defekt an dem Kabel Cinia C-Lion1 sei am Montag festgestellt worden. Aufgrund der Beschädigung seien die über das Kabel bereitgestellten Dienste unterbrochen. Das 1172 Kilometer lange Glasfaserkabel überträgt seit 2016 Daten zwischen Helsinki und Rostock.

(Y.Leyard--DTZ)

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