Deutsche Tageszeitung - "Politbarometer": Grüne legen um zwei Punkte zu - Union weiter vorne

"Politbarometer": Grüne legen um zwei Punkte zu - Union weiter vorne


"Politbarometer": Grüne legen um zwei Punkte zu - Union weiter vorne
"Politbarometer": Grüne legen um zwei Punkte zu - Union weiter vorne / Foto: © AFP

Im aktuellen "ZDF"-Politbarometer können sich vor allem die Grünen verbessern, mit Abstand weiterhin vorne liegt aber die Union. In der am Freitag veröffentlichten Umfrage legen die Grünen im Vergleich zur Erhebung von vor zwei Wochen um zwei Prozentpunkte zu, sie stehen nun bei 14 Prozent. Vorne liegen CDU und CSU mit zusammen 33 Prozent und einem Plus von einem Punkt.

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Dahinter folgt die AfD mit 17 Prozent, die damit um einen Punkt im Vergleich zum letzten Politbarometer vor zwei Wochen einbüßt. Ebenfalls einen Punkt verliert die SPD, die nun bei 15 Prozent gesehen wird. Das BSW liegt unverändert bei fünf Prozent, die FDP mit einem Plus von einem Prozentpunkt bei vier Prozent. Die Linke verliert hingegen einen Punkt und steht nun bei drei Prozent.

Müssten sich die Befragten für Amtsinhaber Olaf Scholz (SPD) oder CDU-Chef Friedrich Merz als nächsten Kanzler entscheiden, würden sich 43 Prozent für Scholz und 45 Prozent für Merz entscheiden. Der SPD-Amtsinhaber und -Kanzlerkandidat kann damit deutlich zulegen: Im Oktober sprachen sich noch 37, vor zwei Wochen 39 Prozent für Scholz aus. Für Merz waren es im Oktober 48, vor zwei Wochen 44 Prozent. Den Angaben zufolge beruhen die Veränderungen "vor allem auf der kleiner gewordenen Gruppe derjenigen, die sich bisher nicht festlegen wollten".

Als wichtigstes Problem in Deutschland wird demnach zum dritten Mal in Folge die Wirtschaftslage angesehen. Dabei ist eine Mehrheit von 72 Prozent der Meinung, dass es mit der Wirtschaft in Deutschland (weiter) abwärts geht, 23 Prozent sehen eine Stagnation und nur drei Prozent nehmen eine Aufwärtsentwicklung wahr. 62 Prozent aller Befragten sprechen sich daher dafür aus, dass der Staat die Wirtschaft stärker finanziell unterstützen soll; nur 30 Prozent sind dagegen.

Für das "Politbarometer" befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom 3. bis 5. Dezember 1433 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte. Die mögliche Fehlerquote liegt bei zwei bis drei Prozentpunkten.

(M.Dylatov--DTZ)

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