Deutsche Tageszeitung - Berliner Hotel "Adlon" aus Protest gegen Flüssiggasgipfel mit Farbe beworfen

Berliner Hotel "Adlon" aus Protest gegen Flüssiggasgipfel mit Farbe beworfen


Berliner Hotel "Adlon" aus Protest gegen Flüssiggasgipfel mit Farbe beworfen
Berliner Hotel "Adlon" aus Protest gegen Flüssiggasgipfel mit Farbe beworfen / Foto: © AFP/Archiv

Aktivisten haben das Berliner Luxushotel "Adlon" am Dienstag mit grünen Farbbeuteln beworfen und sich vor dem Gebäude festgeklebt. Anlass für die Aktion war ein Flüssiggasgipfel, der in dieser Woche in dem Hotel stattfindet, wie die Klimagruppe Letzte Generation mitteilte. Mit der grünen Farbe sollte demnach symbolisch ein durch den Gipfel betriebenes sogenanntes Greenwashing kritisiert werden.

Textgröße ändern:

Die Polizei nahm nach eigenen Angaben mehrere Menschen vorübergehend fest. Einige Protestierende wurden medizinisch versorgt sowie wegen des Verdachts der Unterkühlung und wegen Kreislaufproblemen in Krankenhäuser gebracht. Ein Fahrzeug, das die Demonstranten vor dem Hotel geparkt hatten und an dem sie sich festklebten, wurde abtransportiert, nachdem die Menschen davon gelöst waren. Einsatzkräfte seien angegriffen worden, hieß es von der Polizei.

Die Letzte Generation gab hingegen an, die Polizei habe Gewalt ausgeübt. "Nach unserem aktuellen Kenntnisstand haben Menschen Kapselrisse, Hautverletzungen und Gelenkverletzungen davongetragen", erklärte die Gruppe. Der Flüssiggasgipfel hatte am Montag begonnen. Er dauert noch bis Donnerstag. Nach Angaben der Organisatoren nehmen rund 500 Vertreter von Unternehmen aus dem Energiesektor teil. Thema ist laut Webseite eine Balance zwischen Energiesicherheit und Dekarbonisierung.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Demonstration gegen Netanjahu in Tel Aviv drei Tage vor Parlamentswahl

Drei Tage vor der Parlamentswahl in Israel haben in Tel Aviv tausende Menschen gegen Regierungschef Benjamin Netanjahu demonstriert. Die Menschen folgten am Samstag einem Aufruf der Organisation Oktober-Rat, einer Gruppe von Angehörigen von Todesopfern und Geiseln des Hamas-Angriffs auf Israel vom 7. Oktober 2023. Die Gruppe wirft der Netanjahu-Regierung vor, den Angriff der Islamisten nicht verhindert zu haben.

Neue Massenproteste in Frankreich - Zusammenstöße in Paris und anderen Städten

Eine Woche nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Frankreich sind trotz Einschränkungen landesweit erneut Hunderttausende gegen hohe Lebenshaltungskosten und andere Missstände auf die Straße gegangen. Das Innenministerium sprach am Samstagabend von landesweit 410.000 Teilnehmern, die Gewerkschaft CGT von fast 800.000 Teilnehmern. In Städten wie Lille, Lyon und Toulouse setzte die Polizei Tränengas ein. In Paris gab es am Abend Ausschreitungen, bei denen die Polizei Schlagstöcke, Tränengas und Wasserwerfer einsetzte.

Neue Proteste in Frankreich: Tränengas-Einsatz in mehreren Städten - ruhige Lage in Paris

Eine Woche nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Frankreich hat die Polizei bei den ersten neuen Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten in mehreren Städten Tränengas gegen Demonstrierende eingesetzt. Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, kam im Zuge der Proteste in Lille, Nantes, Lyon, Montpellier und Toulouse Tränengas zum Einsatz. In der Hauptstadt Paris, wo sich nach Polizeiangaben 110.000 Menschen an einem Protestmarsch beteiligten, blieb die Lage hingegen ruhig.

Kehlsteinhaus am Obersalzberg abgebrannt: Psychisch kranker Verdächtiger festgenommen

Das für Adolf Hitler gebaute Kehlsteinhaus im früheren Nazi-Sperrgebiet Obersalzberg in Berchtesgaden ist mutmaßlich durch einen Brandanschlag zerstört worden. Ein 33-jähriger Deutscher wurde festgenommen und in die Psychiatrie gebracht, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund des in rund 1800 Metern Höhe liegenden Brandorts und des Wetters äußerst schwierig und dauerten bis in den Samstag hinein. Verletzt wurde aber niemand.

Textgröße ändern: