Deutsche Tageszeitung - Trump: Türkei hat in Syrien "feindliche Übernahme" vollzogen

Trump: Türkei hat in Syrien "feindliche Übernahme" vollzogen


Trump: Türkei hat in Syrien "feindliche Übernahme" vollzogen
Trump: Türkei hat in Syrien "feindliche Übernahme" vollzogen / Foto: © POOL/AFP

Der designierte US-Präsident Donald Trump bewertet das Geschehen in Syrien und den Sturz des Machthabers Baschar al-Assad als eine "feindliche Übernahme" durch die Türkei. Die Türkei habe das "schlau" angestellt, sagte Trump am Montag vor Journalisten in seiner Residenz in Mar-a-Lago in Florida. "Die Türkei hat eine feindliche Übernahme vollzogen, ohne dass dabei viele Menschen ums Leben gekommen sind."

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Mit Blick auf Assad sagte Trump, dieser sei ein "Schlächter" angesichts dessen, was er Kindern angetan habe. Der künftige US-Präsident verwies darauf, dass die US-Streitkräfte in seiner ersten Amtszeit einen Raketenangriff auf Syrien ausführten. "Sie erinnern sich, dass ich ihn mit 58 Raketen angegriffen habe, unglaubliche Raketen, die von Schiffen kamen, die 700 Meilen entfernt waren", sagte Trump.

Der Rechtspopulist hat die Präsidentschaftswahl am 5. November gewonnen und tritt am 20. Januar seine zweite Amtszeit an. Zum Sturz Assads in Syrien hatte er bisher erklärt, die USA sollten sich nicht in diesen Konflikt einmischen. "Das Chaos" in Syrien sei "nicht der Kampf" Washingtons, sagte er.

Kämpfer unter Führung der islamistischen HTS-Miliz hatten am 8. Dezember Damaskus erobert und die jahrzehntelange Herrschaft Assads in Syrien beendet. Der gestürzte Präsident, dem Entführung, Folter und Ermordung von Andersdenkenden vorgeworfen wird, floh nach Russland.

Die türkische Regierung erklärte am Wochenende, die Türkei sei bereit, die neue Führung in Damaskus militärisch zu unterstützen. Zugleich machte sie deutlich, welche Ziele sie im Nachbarland verfolgt: Die oberste Priorität der Türkei in Syrien sei es, das Land von kurdischen Kämpfern zu befreien, erklärte Verteidigungsminister Yasar Güler.

(M.Travkina--DTZ)

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