Deutsche Tageszeitung - "Putin ist verrückt": Selenskyj lehnt Trumps Vorstoß für Waffenruhe ab

"Putin ist verrückt": Selenskyj lehnt Trumps Vorstoß für Waffenruhe ab


"Putin ist verrückt": Selenskyj lehnt Trumps Vorstoß für Waffenruhe ab
"Putin ist verrückt": Selenskyj lehnt Trumps Vorstoß für Waffenruhe ab / Foto: © AFP

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Vorstoß des künftigen US-Präsidenten Donald Trump für eine Waffenruhe mit Russland zurückgewiesen. Kreml-Chef Wladimir Putin sei nicht zu trauen, sagte Selenskyj am Donnerstag nach einem Treffen mit den EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel. Der Kreml-Chef würde dann nach zwei oder sechs Monaten erneut angreifen. Zudem reichten europäische Sicherheitsgarantien nicht aus, es brauche die Unterstützung aus den USA.

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"Ich hätte sehr gerne Trumps Hilfe, um diesen Krieg zu beenden", sagte Selenskyj. "Ich bin aber gegen das Wort Waffenruhe", sagte er. Denn wenn Putin dann erneut angreife, werde "jeder verlieren", sagte er zu einer möglichen Wiederaufrüstung in Russland.

"Deshalb brauchen wir einen echten Plan", um die Ukraine vor möglichen Verhandlungen in eine "starke Position zu bringen", fügte Selenskyj hinzu. Er hoffe, dass sich Trump und die Europäer auf einen einheitlichen Kurs einigen könnten.

Selenskyj äußerte zugleich grundlegende Vorbehalte gegen einen Frieden mit Putin. Dieser sei "verrückt" und "liebt es zu töten", sagte der ukrainische Präsident. Der russische Präsident lebe in einer Art "Aquarium".

Neue Zusagen für die 19 geforderten Luftverteidigungssysteme gegen russische Angriffe erhielt Selenskyj nach eigenen Worten nicht. Er verwies auf bereits angekündigte Lieferungen von Deutschland und Kanada.

Das Treffen der 27 EU-Staats- und Regierungschefs mit Selenskyj war das letzte vor Trumps Amtsantritt am 20. Januar. Der Republikaner will so schnell wie möglich einen Friedensdeal erreichen.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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