Deutsche Tageszeitung - Zahl der Obdachlosen in den USA erreicht 2024 neuen Rekord - Immer mehr Kinder betroffen

Zahl der Obdachlosen in den USA erreicht 2024 neuen Rekord - Immer mehr Kinder betroffen


Zahl der Obdachlosen in den USA erreicht 2024 neuen Rekord - Immer mehr Kinder betroffen
Zahl der Obdachlosen in den USA erreicht 2024 neuen Rekord - Immer mehr Kinder betroffen / Foto: © AFP

Die Zahl der Obdachlosen in den USA hat im laufenden Jahr einen neuen Rekord erreicht. 771.480 Menschen hatten in dem Land Anfang 2024 keine Wohnung – 18 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Ministerium für Wohnungsbau und Stadtentwicklung (HUD) am Freitag mitteilte. Demnach waren zu Beginn des Jahres 23 von 10.000 US-Bürgern obdachlos.

Textgröße ändern:

Als wahrscheinlichste Ursache für den Anstieg gab der Regierungsbericht die anhaltende Inflation und die hohen Immobilienpreise an. Auch die Mieten seien stark gestiegen, heißt es in dem HUD-Bericht. Im Januar 2024 seien sie im Durchschnitt 20 Prozent höher gewesen als noch drei Jahre zuvor.

Hinzu kämen "stagnierende Löhne" bei Geringverdienern oder in der Mittelklasse "und die anhaltenden Effekte von systematischem Rassismus". So liege der Anteil von Afroamerikanern in der US-Bevölkerung bei zwölf Prozent, führt die HUD aus. Ihr Anteil bei Obdachlosen liege aber bei 32 Prozent.

Weitere häufige Gründe für Obdachlosigkeit seien Naturkatastrophen, eine höhere Einwanderung und das Ende von Hilfsprogrammen für Obdachlose, die während der Corona-Pandemie eingeführt worden waren.

150.000 Kinder lebten laut HUD ohne ein Dach über dem Kopf - das seien 33 Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahr. Kinder unter 18 Jahren waren im Vergleich zu 2023 demnach die am stärksten gewachsene Gruppe an Obdachlosen.

Die Angaben der Behörde basieren auf Zählungen an mehreren Orten in einer Nacht im Januar.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Milliarden-Rüstungsdeal: USA wollen 850 F-35-Kampfjets bei Lockheed Martin kaufen

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat einen milliardenschweren Kampfjet-Deal verkündet: Das Verteidigungsministerium in Washington vereinbarte mit dem US-Rüstungskonzern Lockheed Martin die Produktion und Lieferung von 850 Tarnkappenflugzeugen vom Typ F-35, wie beide Seiten am Donnerstag mitteilten. Das Rahmenabkommen bedarf der Zustimmung des US-Kongresses, der die Finanzmittel bewilligen muss.

Sohn von Aung San Suu Kyi spricht erstmals seit fünf Jahren mit seiner Mutter

Zum ersten Mal seit mehr als fünf Jahren hat der Sohn der in Myanmar inhaftierten Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi wieder mit seiner Mutter sprechen können. Während des 20-minütigen Telefonats hätten sich beide vor allem über Familienangelegenheiten ausgetauscht, sagte Kim Aris am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. "Wir wussten, dass das Telefonat aufgezeichnet werden würde, also haben wir über nichts Sensibles gesprochen."

Familiennachzug zu Flüchtling: Kind muss bei Antrag minderjährig sein

Nur Minderjährige können zu einem in Deutschland als Flüchtling anerkannten Elternteil nachziehen. Maßgeblich ist, dass das Kind zum Zeitpunkt der Beantragung des Visums noch minderjährig war, wie das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Donnerstag entschied. Eine Nachfrist müsse nicht gewährt werden. (Az. 1 C 22.25)

Steuerschätzung: Klingbeil sieht 2027 trotz Mehreinnahmen "keine neuen Spielräume"

Der Bund wird kann im kommenden Jahr mit höheren Steuereinnahmen rechnen. Wie das Bundesfinanzministerium am Donnerstag mitteilte, geht die neue Steuerschätzung für 2027 von zusätzlichen Einnahmen von 4,1 Milliarden Euro aus. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) sah aber "keine neuen Spielräume" im Haushalt und verwies auf eine weiter notwendige Konsolidierung.

Textgröße ändern: