Deutsche Tageszeitung - Biden erklärt zwei Gebiete in Kalifornien zu neuen National Monuments

Biden erklärt zwei Gebiete in Kalifornien zu neuen National Monuments


Biden erklärt zwei Gebiete in Kalifornien zu neuen National Monuments
Biden erklärt zwei Gebiete in Kalifornien zu neuen National Monuments / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Zwei Wochen vor dem Ende seiner Amtszeit ruft US-Präsident Joe Biden in Kalifornien zwei neue National Monuments aus. Nach Angaben des Weißen Hauses soll ein 252.000 Hektar großes Gebiet in der Nähe des bekannten Joshua-Tree-Nationalparks in Südkalifornien fortan als Chuckwalla National Monument unter Schutz stehen. Außerdem soll im äußersten Norden des Bundesstaates das 90.000 Hektar große Sattitla National Monument geschützt werden.

Textgröße ändern:

Der Status des National Monument schützt die Gebiete vor Umweltzerstörung etwa durch Bohrungen nach Öl oder Gas, Bergbau, Solaranlagen und anderer industrieller Ausbeutung. Ureinwohner, die seit Jahrtausenden in den Gebieten zuhause sind, hatten zuvor auf die Verhängung des Schutzstatus' gedrängt.

"Die atemberaubenden Canyons und verschlungenen Pfade des Chuckwalla National Monument sind von unvergleichbarer Schönheit", erklärte US-Innenministerin Deb Haaland. Bidens Maßnahme werde "wichtige spirituelle und kulturelle Werte, die mit dem Land und der Tierwelt verbunden sind", schützen, sagte Haaland, die die erste Ureinwohnerin an der Spitze eines US-Ministeriums ist.

Während Bidens vierjähriger Amtszeit sind acht weitere National Monuments eingerichtet und vier weitere erweitert worden. Damit hat Biden nach Angaben des Weißen Hauses nach der Ausrufung der National Monuments in Kalifornien mehr Land und Gewässer unter Schutz gestellt als jeder andere US-Präsident.

Am Montag hatte Biden bereits ein Verbot von Bohrungen nach Öl und Gas in einem riesigen Gebiet vor den US-Küsten verhängt. Das Verbot gilt entlang der gesamten Atlantikküste, am Golf von Mexiko, an der Pazifikküste von Mexiko bis Kanada sowie Teilen der Küsten von Alaska, erklärte Biden am Montag. Der künftige Präsident Donald Trump, der die Ausbeutung fossiler Brennstoffe wieder forcieren will, reagierte empört und erklärte, er werde das Verbot kassieren.

Umweltschützer fürchten, dass mit dem Amtsantritt Trumps am 20. Januar wieder Einschnitte beim Schutz der Natur erfolgen könnten - Trump hatte in seiner ersten Amtszeit Schutzgebiete abgeschafft, um fossile Energien zu gewinnen.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Moskau zu Verhandlungen mit der Ukraine und den USA Mitte November bereit

Russland hat sich nach einem Treffen von Präsident Wladimir Putin mit dem US-Gesandten Steve Witkoff ablehnend über Vorschläge für ein Ende des Ukraine-Kriegs gezeigt, zugleich aber Bereitschaft zu neuen Dreiergesprächen mit Washington und Kiew gezeigt. Kreml-Berater Juri Uschakow sagte am Mittwoch, von Witkoff übermittelte Vorschläge der Europäer und der Ukraine würden "nicht viel Substanz enthalten".

Selenskyj zum Einfrieren der Front im Ukraine-Krieg bereit

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Einfrieren der Frontlinie im Krieg mit Russland als einen möglichen ersten Schritt für eine Waffenruhe bezeichnet. "Wir müssen sie jetzt einfrieren", sagte Selenskyj am Mittwoch in einem Interview mit dem US-Nachrichtensender Fox News. Dies sei der Weg, "um diesen Krieg zu beenden" und "das Minimum, was wir heute von Russland erwarten".

Bundeswehr: Personalaufwuchs erstmals über Jahresziel

Die Bundeswehr hat Anfang Oktober über 190.000 Soldatinnen und Soldaten verzeichnet - sie lag damit erstmals über den gesetzlichen Aufwuchszielen. Diese seien "mit dem einstellungsstärksten Monat Oktober" überschritten worden, teilte das Bundesverteidigungsministerium am Mittwoch mit. Das deutsche Militär soll laut Gesetz bis Ende 2026 auf 186.000 bis 190.000 Soldatinnen und Soldaten anwachsen.

Deutscher in Russland festgenommen - US-Bürger Hubbard nach vier Jahren frei

Die russischen Behörden haben einen ehemaligen Bundeswehrsoldaten wegen des Vorwurfs des "Söldnertums" für die Ukraine festgenommen - ein seit vier Jahren in Russland inhaftierter US-Bürger wurde derweil freigelassen. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB habe "einen deutschen Staatsbürger festgenommen, der aktives Mitglied der ukrainischen Streitkräfte ist", berichteten russischen Nachrichtenagenturen am Mittwoch unter Berufung auf den FSB. US-Präsident Donald Trump erklärte, der US-Bürger Stephan Hubbard sei ohne Gegenleistung freigelassen worden.

Textgröße ändern: