Deutsche Tageszeitung - Opposition: Venezolanische Regierungsgegnerin Machado nach Festnahme freigelassen

Opposition: Venezolanische Regierungsgegnerin Machado nach Festnahme freigelassen


Opposition: Venezolanische Regierungsgegnerin Machado nach Festnahme freigelassen
Opposition: Venezolanische Regierungsgegnerin Machado nach Festnahme freigelassen / Foto: © AFP

In Venezuela ist die zuvor festgenommene Oppositionschefin María Corina Machado nach Angaben ihrer Mitarbeiter wieder freigelassen worden. Dies sei geschehen, nachdem Machado zunächst abgepasst und vom Motorrad gestoßen worden sei, auf dem sie gerade eine Demonstration in der Hauptstadt verlassen habe, erklärte ihr Team am Donnerstag im Onlinedienst X. Machado sei dann "gewaltsam festgehalten" worden, habe "mehrere Videos aufnehmen müssen" und sei schließlich freigelassen worden, hieß es weiter.

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Die venezolanische Regierung bestritt die Festnahme Machados indes. Innenminister Diosdado Cabello sprach von einer "Erfindung" und einer "Lüge". Die Opposition wolle "ganz Venezuela in Angst versetzen" und habe mit den Aussagen über die Festnahme Machados "das Allerlächerlichste" getan.

Die Demonstration in der venezolanischen Hauptstadt hatte sich gegen die für Freitag geplante Vereidigung des linksautoritären Staatschefs Nicolás Maduro für eine weitere Amtszeit gerichtet. Machado war seit August nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden. Ihre Teilnahme an der Demonstration am Donnerstag hatte sie aber vorab angekündigt. Von den Demonstranten wurde sie mit Beifall empfangen.

Die Präsidentschaftswahl Ende Juli hatte der seit 2013 amtierende Maduro laut dem offiziellen Ergebnis mit 52 Prozent der Stimmen gewonnen. Die Opposition prangert jedoch massiven Wahlbetrug an. Ihr Kandidat, der mit Machado verbündete Edmundo González Urrutia, beansprucht das Präsidentenamt für sich. González Urrutia war angetreten, nachdem Machado von der Wahl ausgeschlossen worden war.

Nur wenige Staaten haben den Sieg Maduros anerkannt, darunter das mit Venezuela verbündete Russland. Maduro ignorierte die Wahlbetrugsvorwürfe und ließ in den vergangenen Monaten Proteste gegen seine erneute Amtszeit niederschlagen.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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