Deutsche Tageszeitung - Mann bewirft Wachgebäude am Kanzleramt mit Stein und Fäkalien

Mann bewirft Wachgebäude am Kanzleramt mit Stein und Fäkalien


Mann bewirft Wachgebäude am Kanzleramt mit Stein und Fäkalien
Mann bewirft Wachgebäude am Kanzleramt mit Stein und Fäkalien / Foto: © AFP/Archiv

Im Berliner Regierungsviertel hat ein 48-jähriger Mann einen Beutel mit einem Stein und Fäkalien auf ein Wachgebäude des Bundeskanzleramts geworfen. Wie ein Sprecher der Berliner Polizei am Montag sagte, ereignete sich der Vorfall am Sonntagvormittag. Durch den Wurf sei es zu einer Sachbeschädigung an der Fassade gekommen. Der Mann habe einen Platzverweis erhalten. Gegen ihn wird nun wegen Sachbeschädigung ermittelt.

Textgröße ändern:

Eine Sprecherin der Bundesregierung bestätigte auf Anfrage den Vorfall, über den zuerst der "Spiegel" berichtet hatte. Laut Berliner Polizei handelte es sich um denselben Mann, der am Freitagabend bereits einen Stein auf eine Scheibe des Bundesinnenministeriums im Ortsteil Moabit in Berlin-Mitte geworfen hatte. Er war demnach gegen 21.15 Uhr am Ministerium erschienen. Der 48-Jährige habe sich dabei zu den Ereignissen im Gazastreifen geäußert und gefordert, den Bundeskanzler zu sprechen.

Der Mann, der nach Medienberichten aus Syrien stammt, wurde dann des Gebäudes verwiesen. Einsatzkräfte nahmen ihn fest. Nach einer Strafanzeige wegen Sachbeschädigung wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Haftbefehl gegen zwei Deutsche nach Brandanschlag auf bulgarische Starlink-Anlage

Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Anlage des US-Kommunikationssystems Starlink in Bulgarien ist gegen zwei Deutsche ein europäischer Haftbefehl erlassen worden. Ein Gericht in Sofia sah es am Montag als erwiesen an, dass die beiden 19-Jährigen am späten Abend des 9. Oktober in einer Bergregion südlich der Hauptstadt acht Starlink-Antennen in Brand steckten. Im Falle einer Verurteilung drohen den beiden Deutschen wegen vorsätzlicher schwerer Brandstiftung Freiheitsstrafen zwischen drei und zwölf Jahren.

US-Regierung untersagt KI aus China für internen Gebrauch

Die US-Regierung hat den Bundesbehörden die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) des chinesischen Unternehmens Deepseek untersagt. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Mitteilung des Heimatschutzministeriums hervor. Gründe nannte das Ministerium nicht.

Selenskyj: Starlink funktioniert an der Front nur eingeschränkt

Der Satelliten-Kommunikationsdienst Starlink funktioniert nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an mehreren Frontabschnitten nur mit gedrosselter Geschwindigkeit. "Unglücklicherweise haben wir festgestellt, dass die Geräte ab einer Geschwindigkeit von 130 bis 161 Stundenkilometern an verschiedenen Frontabschnitten nicht mehr funktionieren", sagte Selenskyj am Montag im Onlinedienst Facebook. Das erschwere es der Armee, Drohneneinsätze zu koordinieren.

Hackerangriff auf CDU-Kreisverband: Phishing-Nachricht auch an Bundeskanzler Merz

Nach einem Hackerangriff auf ein E-Mail-Konto eines CDU-Kreisverbands in Baden-Württemberg sind nach Ermittlerangaben Nachrichten mit Phishing-Links an Bundeskanzler Friedrich (Merz) und andere Menschen aus dem "politischen Umfeld" verschickt worden. Das teilten das Landeskriminalamt in Stuttgart und die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe am Montag mit. Sie übernahmen demnach die Ermittlungen in dem Fall. Hinweise für einen politischen Hintergrund hätten sich bislang aber nicht ergeben, hieß es.

Textgröße ändern: