Deutsche Tageszeitung - Slowakischer Regierungschef lädt Selenskyj zu Gespräch über Gastransit ein

Slowakischer Regierungschef lädt Selenskyj zu Gespräch über Gastransit ein


Slowakischer Regierungschef lädt Selenskyj zu Gespräch über Gastransit ein
Slowakischer Regierungschef lädt Selenskyj zu Gespräch über Gastransit ein / Foto: © POOL/AFP

Nach dem Ende der russischen Gaslieferungen durch die Ukraine hat der slowakische Ministerpräsident Robert Fico den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Gesprächen in der Slowakei über eine mögliche Wiederaufnahme eingeladen. Das Treffen solle "vorzugsweise so bald wie möglich" stattfinden und werde "gute Voraussetzungen für eine offene Diskussion über die Gasversorgung der Slowakei" über die Ukraine schaffen, erklärte Fico am Montag im Onlinedienst Facebook.

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"Okay. Kommen Sie am Freitag nach Kiew", antwortete ihm Selenskyj in einer kurzen Nachricht im Onlinenetzwerk X.

Fast drei Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs war zum Jahreswechsel der Transitvertrag für russisches Erdgas durch die Ukraine ausgelaufen, weil die Ukraine ihn nicht mehr verlängert hatte. Betroffen ist unter anderem die Slowakei. Seit dem Ende der Sowjetunion im Jahr 1991 war russisches Gas über Pipelines in der Ukraine nach Europa geliefert worden, wobei Moskau mit dem Gas und Kiew mit den Transitgebühren Einnahmen erzielten.

Am 22. Dezember war Fico nach Moskau gereist, um mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über künftige russische Gaslieferungen in die Slowakei zu sprechen. Selenskyj kritisierte dies scharf und warf Fico vor, Putin bei der Finanzierung des Krieges helfen zu wollen.

Fico ist einer der wenigen europäischen Regierungschefs, die noch enge Verbindungen zu Moskau pflegen. Als er 2023 erneut das Amt des Ministerpräsidenten übernahm, lehnte er weitere Militärhilfe für Kiew ab. Fico setzt sich zudem ebenso wie sein ungarischer Kollege Viktor Orban für Friedensverhandlungen mit Russland ein. Er bot sein Land zudem als Gastgeber für solche Verhandlungen an.

(A.Nikiforov--DTZ)

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