Deutsche Tageszeitung - Anklage gegen mutmaßliche Helferin von rechtsextremistischer Gruppe S. erhoben

Anklage gegen mutmaßliche Helferin von rechtsextremistischer Gruppe S. erhoben


Anklage gegen mutmaßliche Helferin von rechtsextremistischer Gruppe S. erhoben
Anklage gegen mutmaßliche Helferin von rechtsextremistischer Gruppe S. erhoben / Foto: © AFP/Archiv

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen eine mutmaßliche Helferin der rechtsextremistischen Gruppe S. erhoben. Ihr werden Beihilfe zur rädelsführerschaftlichen Gründung einer terroristischen Vereinigung und Terrorismusfinanzierung vorgeworfen, wie die Behörde am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte. Demnach soll Marion G. eine rechtsextremistische und fremdenfeindliche Ideologie vertreten.

Textgröße ändern:

Seit Juli 2019 soll sie mit Werner S. im Kontakt gestanden haben, der im Februar 2020 zusammen mit weiteren Menschen die nahm ihm benannte rechtsextremistische Gruppe S. gründete. G. soll sein Vorhaben befürwortet und mehrfach Kontakte zu potenziellen Rekruten der Vereinigung hergestellt haben.

Zudem soll sie bis Mai 2021 zwei Sportbögen und 23 Pfeile besessen haben, um Angriffe auf Asylsuchende zu verüben. G. befindet sich nicht in Haft. Über die Zulassung der Anklage muss das Oberlandesgericht Stuttgart entscheiden.

Das Gericht verurteilte S. im November 2023 zu sechs Jahren Haft. Neun weitere Mitglieder oder Unterstützer wurden ebenfalls verurteilt. Ein Angeklagter wurde freigesprochen.

Demnach hatte die Gruppe S. Anschläge auf Moscheen begehen wollen, um einen Bürgerkrieg auszulösen. Gegen das Urteil legten die Verurteilten Revision ein, zwei von ihnen nahmen sie aber zurück.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Vance macht Einwanderung für Ausschreitungen in Frankreich verantwortlich

US-Vizepräsident JD Vance hat Einwanderung für die schweren Ausschreitungen am Rande von Massenprotesten in Frankreich verantwortlich gemacht. "Westliche Liberale haben im Namen von Diversität und Mitgefühl die Dritte Welt nach Frankreich und in andere Länder importiert", schrieb Vance am Samstag im Kurzbotschaftendienst X zu einem Video, das das in Brand gesteckte Rathaus der zentralfranzösischen Stadt Limoges zeigt.

Lula und Bolsonaro liefern sich Fernsehduell vor Stichwahl

Eine Woche vor der entscheidenden zweiten Runde der Präsidentschaftswahl in Brasilien treten Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva und sein Herausforderer Flávio Bolsonaro am Sonntag (Montag 01.00 Uhr MESZ) in einer Fernsehdebatte gegeneinander an. Es ist das erste TV-Duell des linksgerichteten Präsidenten und des rechtsgerichteten Senators im Präsidentschaftswahlkampf.

"Völlig unverantwortlich": Republikaner kritisieren Trump wegen Russland-Kurs

US-Präsident Donald Trump ist wegen der Aussetzung von Sanktionen gegen Russland auch in der eigenen Partei in die Kritik geraten. "Das ist völlig unverantwortlich", erklärte der republikanische Senator Thom Tillis am Samstag. "Wenn der Präsident die Energiepreise wirklich senken will, kann er das tun, indem er die Iran-Frage löst - nicht, indem er Wladimir Putin Gefallen erweist."

Landesweite Anti-Trump-Proteste vor wichtigen US-Kongresswahlen

Zweieinhalb Wochen vor den Kongresswahlen in den USA haben landesweit zahlreiche Menschen gegen Präsident Donald Trump demonstriert. Die Proteste unter dem Motto "No Kings" (Keine Könige) vom Samstag richteten sich gegen die Politik und den Regierungsstil von Trump - und sollten vor den sogenannten Midterms vom 3. November Wähler mobilisieren.

Textgröße ändern: