Deutsche Tageszeitung - Iranische Nobelpreisträgerin Mohammadi fordert Ende der Islamischen Republik

Iranische Nobelpreisträgerin Mohammadi fordert Ende der Islamischen Republik


Iranische Nobelpreisträgerin Mohammadi fordert Ende der Islamischen Republik
Iranische Nobelpreisträgerin Mohammadi fordert Ende der Islamischen Republik / Foto: © NARGES MOHAMMADI FOUNDATION/AFP/Archiv

Die im Iran vorübergehend aus der Haft entlassene Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi hat in einer Videoschalte mit französischen Abgeordneten ein Ende der Islamischen Republik gefordert. "Jede Verhandlung mit der Islamischen Republik, die die Grundrechte des iranischen Volkes nicht berücksichtigt, wird nur die religiöse Tyrannei stärken", sagte sie vor dem parlamentarischen Ausschuss für Frauenrechte am Donnerstag.

Textgröße ändern:

"Ich bin überzeugt von der Notwendigkeit, die Islamische Republik zu beenden", fügte sie hinzu. Mohammadi zeigte sich ohne Kopfbedeckung, flankiert von Fotos ihrer beiden in Paris lebenden Kinder, die sie seit zehn Jahren nicht mehr persönlich sehen konnte. Die 52-Jährige war im Dezember aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend aus der Haft entlassen worden. Ihre Anwälte rechnen damit, dass sie jederzeit wieder inhaftiert werden kann.

Mohammadi war zuletzt drei Jahre im Gefängnis gewesen. Sie war in den vergangenen 25 Jahren wegen ihres Einsatzes gegen den Kopftuchzwang und gegen die Todesstrafe immer wieder verurteilt und inhaftiert worden. Im vergangenen Juni war sie zu einem weiteren Jahr Gefängnis wegen "Propaganda gegen den Staat" verurteilt worden.

2023 wurde sie für ihren Einsatz für Menschenrechte mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Ihre beiden Kinder hatten den Preis stellvertretend für sie in Empfang genommen.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Lula und Bolsonaro liefern sich Fernsehduell vor Stichwahl

Eine Woche vor der entscheidenden zweiten Runde der Präsidentschaftswahl in Brasilien treten Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva und sein Herausforderer Flávio Bolsonaro am Sonntag (Montag 01.00 Uhr MESZ) in einer Fernsehdebatte gegeneinander an. Es ist das erste TV-Duell des linksgerichteten Präsidenten und des rechtsgerichteten Senators im Präsidentschaftswahlkampf.

"Völlig unverantwortlich": Republikaner kritisieren Trump wegen Russland-Kurs

US-Präsident Donald Trump ist wegen der Aussetzung von Sanktionen gegen Russland auch in der eigenen Partei in die Kritik geraten. "Das ist völlig unverantwortlich", erklärte der republikanische Senator Thom Tillis am Samstag. "Wenn der Präsident die Energiepreise wirklich senken will, kann er das tun, indem er die Iran-Frage löst - nicht, indem er Wladimir Putin Gefallen erweist."

Landesweite Anti-Trump-Proteste vor wichtigen US-Kongresswahlen

Zweieinhalb Wochen vor den Kongresswahlen in den USA haben landesweit zahlreiche Menschen gegen Präsident Donald Trump demonstriert. Die Proteste unter dem Motto "No Kings" (Keine Könige) vom Samstag richteten sich gegen die Politik und den Regierungsstil von Trump - und sollten vor den sogenannten Midterms vom 3. November Wähler mobilisieren.

SPD-Chef Klingbeil fordert von seiner Partei Bekenntnis zum Regierungswillen

Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil fordert von seiner Partei beim anstehenden Parteitag im Januar ein Bekenntnis für die Regierung und den eingeschlagenen Reformkurs ein. "Ich will, dass die SPD immer ausstrahlt: Wir wollen Verantwortung", sagte Klingbeil der "Bild am Sonntag".

Textgröße ändern: