Deutsche Tageszeitung - 80 Jahre Befreiung von Auschwitz: Macron kommt zur Gedenkfeier

80 Jahre Befreiung von Auschwitz: Macron kommt zur Gedenkfeier


80 Jahre Befreiung von Auschwitz: Macron kommt zur Gedenkfeier
80 Jahre Befreiung von Auschwitz: Macron kommt zur Gedenkfeier / Foto: © AFP/Archiv

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will am Montag in Auschwitz an dem Gedenken anlässlich des 80. Jahrestags der Befreiung des NS-Konzentrations- und Vernichtungslagers teilnehmen. Am Vormittag wolle er zunächst bei einer Zeremonie an der Pariser Schoa-Gedenkstätte mit den letzten französischen Überlebenden des Vernichtungslagers zusammentreffen, teilte das französische Präsidialamt am Freitag mit.

Textgröße ändern:

Zu ihnen zählt die 97 Jahre alte Esther Senot, die bis heute vor Schülerinnen und Schülern von ihrer Deportation nach Auschwitz berichtet. "Es sind die letzten Momente in der Anwesenheit von Schoa-Überlebenden", betonte das Präsidialamt.

Am Nachmittag ist Macron dann bei dem Gedenken in Auschwitz. Das Gedenken zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz sei wichtig, weil Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus bis heute verbreitet seien. Ansprachen des Präsidenten sind nach Angaben des Elysées nicht vorgesehen.

Zum Gedenken in Auschwitz reisen auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und zahlreiche weitere deutsche Politiker an. Es werden zudem 40 bis 50 Überlebende erwartet, vor fünf Jahren waren es noch mehr als 100 gewesen.

Gastgeber der Gedenkveranstaltung ist die Stiftung Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Die Nazis hatten im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau im besetzten Polen zwischen 1940 und 1945 mehr als eine Million Männer, Frauen und Kinder ermordet, die meisten von ihnen waren Juden. Das Lager ist daher das Symbol für den Massenmord an den Juden durch das Nazi-Regime.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Landesweite Anti-Trump-Proteste vor wichtigen US-Kongresswahlen

Zweieinhalb Wochen vor den Kongresswahlen in den USA haben landesweit zahlreiche Menschen gegen Präsident Donald Trump demonstriert. Die Proteste unter dem Motto "No Kings" (Keine Könige) vom Samstag richteten sich gegen die Politik und den Regierungsstil von Trump - und sollten vor den sogenannten Midterms vom 3. November Wähler mobilisieren.

SPD-Chef Klingbeil fordert von seiner Partei Bekenntnis zum Regierungswillen

Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil fordert von seiner Partei beim anstehenden Parteitag im Januar ein Bekenntnis für die Regierung und den eingeschlagenen Reformkurs ein. "Ich will, dass die SPD immer ausstrahlt: Wir wollen Verantwortung", sagte Klingbeil der "Bild am Sonntag".

1200 Festnahmen bei Ausschreitungen in Frankreich - 150 Polizisten verletzt

Bei den Ausschreitungen am Rande von Massenprotesten in Frankreich sind nach Angaben der Regierung rund 1200 Menschen festgenommen worden. 150 Polizisten seien am Samstag verletzt worden, sagte Premierminister Sébastien Lecornu am späten Abend bei einem Besuch von Einsatzkräften in Paris. Er sprach von "Gewalt von einer extremen Intensität". Es sei "ein Wunder, dass die Bilanz heute Abend nicht noch schlimmer ausfällt", sagte der Premier.

Ausschreitungen in Frankreich: Rathaus von Limoges in Flammen

Bei den Ausschreitungen am Rande der landesweiten Massenproteste in Frankreich ist das 143 Jahre alte Rathaus von Limoges in Flammen aufgegangen. Das markante Gebäude sei "zum großen Teil verloren", sagte am Samstagabend der zuständige Präfekt Maurice Barate der Nachrichtenagentur AFP. Es habe sich um eine "vorsätzliche Tat von Randalierern" gehandelt. Augenzeugen zufolge waren maskierte Demonstranten in das Rathaus der zentralfranzösischen Stadt eingedrungen, um Feuer zu legen.

Textgröße ändern: