Deutsche Tageszeitung - Mali, Burkina Faso und Niger: Junta-Staaten offiziell aus Ecowas ausgetreten

Mali, Burkina Faso und Niger: Junta-Staaten offiziell aus Ecowas ausgetreten


Mali, Burkina Faso und Niger: Junta-Staaten offiziell aus Ecowas ausgetreten
Mali, Burkina Faso und Niger: Junta-Staaten offiziell aus Ecowas ausgetreten / Foto: © AFP

Die von Militärregierungen geführten Sahelstaaten Mali, Niger und Burkina Faso sind am Mittwoch offiziell aus der Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten (Ecowas) ausgeschieden. Das von vielen Experten als wichtigster Staatenbund in der Region eingeschätzte Bündnis erklärte dessen ungeachtet, dass es "die Türen offen halten" wolle. Auch sollten eigentlich mit dem Austritt verbundene Visumspflichten für Reisen von Bürgern dieser drei Länder in andere Ecowas-Staaten zunächst nicht eingeführt werden.

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In Mali war 2020 eine Militärregierung durch einen Putsch an die Macht gekommen, in Burkina Faso herrscht seit einem Umsturz im Jahr 2022 eine Militärregierung und in Niger ereignete sich im Juli 2023 ein Militärputsch. Als Konsequenz hatte die Ecowas die Mitgliedschaft der drei Gründungsstaaten in ihren Gremien ausgesetzt und teils scharfe Sanktionen verhängt. Daraufhin kündigten die drei Sahel-Staaten vor genau einem Jahr ihren Austritt an, der nun offiziell wurde.

Die durch die jeweiligen Staatsstreiche an die Macht gekommenen Militärs brachen in allen drei Ländern ihre Beziehungen zum ehemaligen Kolonialherren und langjährigen Sicherheitsverbündeten Frankreich ab und wandten sich zunehmend Russland zu. Anfang Juli vergangenen Jahres unterzeichneten sie einen Vertrag zur Bildung eines eigenen Bündnisses - der "Allianz der Sahelstaaten".

(P.Tomczyk--DTZ)

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