Deutsche Tageszeitung - Trumps umstrittener Ministerkandidat Kennedy bekennt sich im Senat zu Impfungen

Trumps umstrittener Ministerkandidat Kennedy bekennt sich im Senat zu Impfungen


Trumps umstrittener Ministerkandidat Kennedy bekennt sich im Senat zu Impfungen
Trumps umstrittener Ministerkandidat Kennedy bekennt sich im Senat zu Impfungen / Foto: © AFP

Der hochumstrittene Kandidat von US-Präsident Donald Trump für den Posten des Gesundheitsministers, Robert F. Kennedy Jr., hat in seiner Senatsanhörung bestritten, ein Impfgegner zu sein. "Ich bin nicht gegen Impfungen", sagte Kennedy am Mittwoch vor dem Finanzausschuss des Senats in Washington. Impfungen spielten seiner Auffassung nach "eine wesentliche Rolle in der Gesundheitsversorgung". Kennedy hob auch hervor, dass alle seine Kinder geimpft seien.

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Der Sproß der legendären Kennedy-Dynastie, der häufig auch kurz "RFK Jr." genannt wird, hatte allerdings in der Vergangenheit immer wieder vor angeblichen Gesundheitsgefahren durch Impfungen gewarnt und dabei teilweise abstruse Behauptungen verbreitet. So stellte er etwa eine Verbindung zwischen Impfungen und Autismus her.

In der Anhörung wurde er von Senatoren der oppositionellen Demokraten in scharfer Form mit solchen früheren Äußerungen konfrontiert. Kennedy habe sich "Verschwörungstheorien zu eigen gemacht", insbesondere über Impfungen, und habe es "zu seinem Lebenswerk gemacht, Zweifel zu säen und Eltern davon abzubringen, ihren Kindern lebensrettende Impfungen zu besorgen", sagte der Senator Ron Wyden.

Kennedy gehört zu den umstrittensten Kandidaten, die Trump für sein Regierungsteam nominiert hat. Um Gesundheitsminister zu werden, bedarf der 71-Jährige der Zustimmung des Senats. Trumps Republikaner haben in der Kongresskammer nur eine knappe Mehrheit, so dass nur wenige Abweichler seine Nominierung kippen könnten.

Der Ministerkandidat ist der Neffe des 1963 bei einem Attentat ermordeten Präsidenten John F. Kennedy und der Sohn des früheren Justizministers und Präsidentschaftsbewerbers Robert F. Kennedy, der 1968 erschossen wurde. Wie sein Vater und sein Onkel war auch "RFK jr." früher Demokrat. Im vergangenen Jahr trat er zunächst als unabhängiger Präsidentschaftskandidat an, bevor er seine Kandidatur aufgab und sich auf die Seite des Rechtspopulisten Trump schlug.

(V.Sørensen--DTZ)

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