Deutsche Tageszeitung - Nach Flugunglück: Trump macht Vorgänger für gesunkene Sicherheit verantwortlich

Nach Flugunglück: Trump macht Vorgänger für gesunkene Sicherheit verantwortlich


Nach Flugunglück: Trump macht Vorgänger für gesunkene Sicherheit verantwortlich
Nach Flugunglück: Trump macht Vorgänger für gesunkene Sicherheit verantwortlich / Foto: © AFP

Nach dem Flugzeugunglück in Washington mit mutmaßlich mehr als 60 Toten hat US-Präsident Donald Trump seine Amtsvorgänger Barack Obama und Joe Biden sowie Diversitätsprogramme für angeblich abgesenkte Standards in der Flugverkehrssicherheit verantwortlich gemacht. "Ich habe die Sicherheit an erste Stelle gesetzt. Obama, Biden und die Demokraten haben die Politik an erste Stelle gesetzt", sagte Trump am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Washington.

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Trump bezog sich damit auf Programme zur Förderung von Diversität in der Flugaufsichtsbehörde FAA. Er erhob den Vorwurf, dass diese Programme zur Unterstützung der Angehörigen von Minderheiten die Qualitätsansprüche an das Personal gesenkt hätten. Seine Vorgänger hätten das Personal "zu weiß" gefunden, sagte der Republikaner und fügte hinzu: "Und wir wollen die Leute, die kompetent sind."

Trump sagte, dass die Kollision eines Passagierflugzeugs und eines Militärhubschraubers am Mittwochabend (Ortszeit) durch einen "Zusammenfluss schlechter Entscheidungen" verursacht worden sei. Der Fluglotse habe die Helikopter-Crew erst in einem Moment vor dem entgegenkommenden Flugzeug gewarnt, "als sehr wenig Zeit übrig war", um eine Kollision zu vermeiden. Auch sagte Trump, der Hubschrauber sei in einem "unglaublich schlechten Winkel" geflogen.

Trump hatte die Flugleitung schon wenige Stunden nach dem Unglück kritisiert. Sein Verkehrsminister Sean Duffy sagte später, das Unglück wäre "absolut" vermeidbar gewesen.

Die Rettungsbehörden gingen am Donnerstag davon aus, dass die insgesamt 67 Insassen beider Maschinen alle ums Leben gekommen sind. "Wir glauben derzeit nicht, dass es Überlebende gibt", sagte Feuerwehrchef John Donnelly am Morgen (Ortszeit). Bis zu diesem Zeitpunkt waren 28 Leichen geborgen worden. Trump bestätigte später in seiner Pressekonferenz: "Leider gibt es keine Überlebenden."

Beide Maschinen waren nach dem Zusammenprall in den derzeit eiskalten Fluss Potomac gestürzt. An Bord des aus Wichita im US-Bundesstaat Kansas gekommenen Flugzeugs der PSA Airlines befanden sich 60 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder, in dem Helikopter drei Soldaten. Das Flugzeug kollidierte beim Landeanflug auf den Reagan National Airport mit dem Hubschrauber.

(L.Møller--DTZ)

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