Deutsche Tageszeitung - Bundestagswahl: Rund 1700 weniger Kandidaten als bei Wahl 2021

Bundestagswahl: Rund 1700 weniger Kandidaten als bei Wahl 2021


Bundestagswahl: Rund 1700 weniger Kandidaten als bei Wahl 2021
Bundestagswahl: Rund 1700 weniger Kandidaten als bei Wahl 2021 / Foto: © AFP/Archiv

Zur vorgezogenen Bundestagswahl am 23. Februar 2025 treten insgesamt 4506 Wahlbewerberinnen und Wahlbewerber an. Dies sind knapp 1700 weniger als bei der Wahl 2021, wie Bundeswahlleiterin Ruth Brand am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Unter den aktuellen Bewerbungen sind demnach 1422 von Frauen (32 Prozent). 2021 hatte der Frauenanteil mit 33 Prozent eine ähnliche Größenordnung erreicht.

Textgröße ändern:

Bei der bevorstehenden Bundestagswahl bewerben sich den Angaben zufolge 806 Menschen nur in einem Wahlkreis sowie 1841 Kandidatinnen und Kandidaten ausschließlich auf einer Landesliste. 1859 Bewerberinnen und Bewerber kandidieren sowohl in einem Wahlkreis als auch auf einer Landesliste. Bei den Listenbewerbungen beträgt der Anteil der Frauen 35 Prozent.

In allen 299 Wahlkreisen kandidieren demnach Bewerberinnen und Bewerber der SPD, der Unionsparteien sowie der FDP. Grüne und Linkspartei sind jeweils in 297 Wahlkreisen vertreten, die AfD in 295 Wahlkreisen. Die Zahl der parteilosen Einzelbewerberinnen und Einzelbewerber sank der Bundeswahlleiterin zufolge von 197 bei der Bundestagswahl 2021 auf aktuell nur noch 62.

Die Gesamtzahl der Wahlkreisbewerberinnen und -bewerber wurde mit 2665 angegeben. Auch hier ist die Zahl geringer als 2021, damals gab es 3360 Bewerbungen. Der Frauenanteil liegt bei der aktuellen Wahl bei 27 Prozent und damit erneut unter dem bei den Listenbewerbungen. Die durchschnittliche Zahl der Kandidaturen pro Wahlkreis wurde mit 8,9 angegeben

587 der 733 gegenwärtigen Abgeordneten des Bundestages kandidieren erneut. Dies entspricht einem Anteil von etwa 80 Prozent. 94 Wahlbewerberinnen und Wahlbewerber sind erst nach der Bundestagswahl 2021 volljährig geworden und damit erstmals wählbar. Die jüngste Bewerberin ist 18 Jahre alt, die älteste 88 Jahre. Das Durchschnittsalter liegt den Angaben zufolge bei 45,3 Jahren (2021: 45,5 Jahre).

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

USA streichen Venezuelas Parlamentspräsidenten von Sanktionsliste

Die USA lockern ihre Sanktionen gegen Venezuela weiter. Das US-Finanzministerium strich am Mittwoch den venezolanischen Parlamentspräsidenten Jorge Rodríguez von der Sanktionsliste. Der 60-Jährige ist der Bruder von Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez und steht der Nationalversammlung von Venezuela seit 2021 vor.

Frankreich: Präsidentschaftskandidat Philippe unter Veruntreuungsverdacht

Sechs Monate vor der Präsidentschaftswahl ist der Mitte-Rechts-Kandidat Edouard Philippe mit Vorwürfen der Veruntreuung konfrontiert: Eine ehemalige Mitarbeiterin aus Le Havre hat am Mittwoch ein Buch veröffentlicht, in dem sie ihm unter anderem vorwirft, ein städtisches Vorhaben für Start-ups im Umfang von zwei Millionen Euro ohne Ausschreibung an seine Stellvertreterin übertragen zu haben. "Da wurde Geld aus dem Fenster geworfen", sagte die deutsch-französische Spitzenbeamtin Cornelia Findeisen der Nachrichtenagentur AFP. Sie hatte Philippe deswegen bereits 2023 angezeigt, noch bevor dieser seine Präsidentschaftskandidatur erklärt hatte. Seitdem läuft ein Ermittlungsverfahren. Philippe weist die Vorwürfe zurück.

Merz will Erstarken von Extremisten erfolgreiche Reformen entgegenstellen

Erfolgreiche Sozialreformen gegen das Erstarken der politischen Ränder: Mit gutem Regierungshandeln will die Bundesregierung nach den Worten von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) dem wachsenden Extremismus begegnen. Das Land brauche jetzt "schöpferische Anstrengung", sagte Merz am Mittwoch im Bundestag. Die wachsende Gerechtigkeitslücke werde weiter wachsen, "wenn wir nicht handeln". Die Opposition im Bundestag warf dem Kanzler Untätigkeit und politisches Versagen vor.

Prozess um Sprengung von Nord-Stream-Pipelines: Verteidigung weist Vorwürfe zurück

Rund vier Jahre nach der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines hat am Mittwoch in Hamburg der Prozess gegen einen der mutmaßlichen Saboteure begonnen. Die Bundesanwaltschaft wirft dem 50-Jährigen Ukrainer Serhii K. in der Anklage unter anderem ein Kriegsverbrechen in Form eines Angriffs auf zivile Objekte vor, das er zur Tatzeit 2022 als Offizier der ukrainischen Streitkräfte mitgeplant und federführend ausgeführt haben soll. Die Verteidigung beantragte die Einstellung des Prozesses.

Textgröße ändern: