Deutsche Tageszeitung - UN-Generalsekretär drängt Hamas zur Freilassung weiterer israelischer Geiseln

UN-Generalsekretär drängt Hamas zur Freilassung weiterer israelischer Geiseln


UN-Generalsekretär drängt Hamas zur Freilassung weiterer israelischer Geiseln
UN-Generalsekretär drängt Hamas zur Freilassung weiterer israelischer Geiseln / Foto: © AFP/Archiv

UN-Generalsekretär António Guterres hat die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas zur Freilassung weiterer israelischer Geiseln gedrängt. "Wir müssen die Wiederaufnahme von Kampfhandlungen im Gazastreifen um jeden Preis verhindern" erklärte Guterres am Dienstag im Onlinedienst X. Die Hamas hatte zuvor mitgeteilt, die vereinbarte Freilassung weiterer israelischer Geiseln im Rahmen des Waffenruhe-Abkommens mit Israel "bis auf Weiteres" auszusetzen. Zur Begründung warf sie Israel einen Bruch der Waffenruhe vor.

Textgröße ändern:

"Beide Seiten müssen ihren Verpflichtungen des Waffenruhe-Abkommens nachkommen und ernsthafte Verhandlungen wiederaufnehmen", erklärte Guterres. Ein Ende der Waffenruhe würde zu einer unermesslichen Tragödie führen.

Nach der Ankündigung der radikalislamischen Palästinenserorganisation, vorerst keine weiteren Geiseln freizulassen, warf Israel der Hamas einen Bruch der vereinbarten Waffenruhe vor und erklärte, sich auf "jedes mögliche Szenario" vorzubereiten. Israel bezeichnete den Schritt der Hamas als "kompletten Verstoß" gegen das Waffenruhe-Abkommen.

Die Hamas erklärte währenddessen ihre Bereitschaft, weitere Geiseln freizulassen, sobald Israel "seinen Verpflichtungen nachgekommen" sei.

Auch US-Präsident Donald Trump reagierte auf den Stopp der Geiselfreilassungen und drohte der Hamas mit einem Ende der Waffenruhe im Gazastreifen. Sollten nicht "alle" israelischen Geiseln bis Samstagmittag freigelassen werden, sollte im Gazastreifen aus seiner Sicht "die Hölle losbrechen", sagte er am Montag (Ortszeit) im Weißen Haus.

Gemäß einer von den USA, Ägypten und Katar vermittelten und am 19. Januar in Kraft getreten Waffenruhe soll die Hamas insgesamt 33 israelische Geiseln übergeben, rund 1900 palästinensische Häftlinge sollen im Gegenzug aus israelischen Gefängnissen entlassen werden. Am Samstag war die fünfte Übergabe israelischer Geiseln gegen palästinensische Häftlinge vollzogen worden. Für Empörung und Entsetzen sorgte dabei, wie die drei abgemagerten Israelis von den Islamisten zu Propagandazwecken vorgeführt wurden.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

EU-Außenminister beraten über Reaktion auf hybride Angriffe Russlands

Die EU-Außenminister kommen am Montag zu Gesprächen in Luxemburg (10.00 Uhr MESZ) zusammen. Ein Thema werden dabei die hybriden Angriffe Russlands auf Europa sein. Zudem dürften die Ministerinnen und Minister über die Ankündigung der USA beraten, die Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) auszuweiten.

Koalitionsverhandlungen in Mecklenburg-Vorpommern beginnen

Drei Wochen nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern beginnen am Montag die Koalitionsverhandlungen von SPD, Linken und Grünen (14.00 Uhr). Unter Führung von Ministerpräsidentin und SPD-Landeschefin Manuela Schwesig wollen die Verhandlungsteams im Schloss Schwerin, dem Landtag, ihre Gespräche aufnehmen. Die Gremien aller drei Parteien hatten einstimmig Koalitionsverhandlungen beschlossen.

Betriebsvermögen und Freibeträge: Bundesverfassungsgericht prüft Erbschaftsteuer

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe beginnt am Montag (14.00 Uhr) mit seinen Verhandlungen über die Erbschaftsteuer. Zunächst geht es um eine Klage Bayerns. Die Landesregierung des Freistaats findet, dass Freibeträge beim Erben und Schenken zu niedrig sind und außerdem die Länder, nicht der Bund, darüber entscheiden sollten. (Az. 1 BvF 1/23)

Saudi-Arabien: Ein Mensch bei Angriff auf Flughafen von Riad getötet

Bei einem Angriff am Sonntag auf den internationalen Flughafen der saudiarabischen Hauptstadt Riad ist ein Mensch getötet worden. Elf weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte die saudiarabische Luftfahrtbehörde im Onlinedienst X. Bei dem Getöteten handele es sich um einen Pakistaner. Das Ausmaß der Sachschäden werde noch ermittelt.

Textgröße ändern: