Deutsche Tageszeitung - Fahrzeug von UN-Friedenstruppe im Libanon in Brand gesetzt - Unifil-Kommandeur verletzt

Fahrzeug von UN-Friedenstruppe im Libanon in Brand gesetzt - Unifil-Kommandeur verletzt


Fahrzeug von UN-Friedenstruppe im Libanon in Brand gesetzt - Unifil-Kommandeur verletzt
Fahrzeug von UN-Friedenstruppe im Libanon in Brand gesetzt - Unifil-Kommandeur verletzt / Foto: © AFP

Anhänger der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon haben bei einer Straßenblockade nahe Beirut ein Fahrzeug der UN-Friedenstruppe Unifil in Brand gesetzt. Bei dem Vorfall auf der Zufahrtsstraße zum Flughafen am Freitag wurde ein Unifil-Kommandeur verletzt, wie die UN-Truppe mitteilte. Die libanesische Armee kündigte ein hartes Vorgehen gegen die Verantwortlichen an.

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Bei Demonstrationen rund um den Flughafen sei es zu "Vandalismus und Zusammenstößen gekommen", erklärte die libanesische Armee im Onlinedienst X. Dabei seien "Angehörige der Streitkräfte angegriffen und Fahrzeuge attackiert" worden. Die Armee werde hart durchgreifen, "um jegliche Verletzung der öffentlichen Ordnung zu unterbinden und Unruhestifter festzunehmen".

Die Unifil forderte eine umfassende Untersuchung des Vorfalls. Angriffe auf Friedenssoldaten seien eine klare Verletzung internationalen Rechts "und können Kriegsverbrechen gleichkommen", erklärte die UN-Truppe. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

Hisbollah-Anhänger hatten seit zwei Tagen die Zufahrtsstraße zum Flughafen von Beirut blockiert. Damit reagierten sie darauf, dass zwei iranischen Maschine die Landeerlaubnis verweigert worden war. Israel hatte der Hisbollah mehrfach vorgeworfen, den Airport von Beirut zur Einfuhr von Waffen aus dem Iran zu nutzen.

Die vom Iran finanzierte Hisbollah hatte sich zwischen September und November vergangenen Jahres einen offenen Krieg mit Israel geliefert. Die pro-iranische Miliz ging stark geschwächt aus der Konfrontation hervor, große Teilung ihrer Führungsspitze sind tot. Nach dem Sturz des langjährigen syrischen Machthabers Baschar al-Assad fehlt der Hisbollah zudem ein wichtiger Unterstützer in der Region.

(Y.Ignatiev--DTZ)

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